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Sehenswürdigkeiten in Ägypten

1.) Abu Simbel

Pharao Ramses II. ließ in Abu Simbel für sich und seine Gemahlin Nefertari zwei Tempel errichten, die vollständig in das Felsenmassiv eingeschnitten wurden. Vier gewaltige, 21 Meter hohe Statuen des antiken Herrschers flankieren den Eingang des großen Tempels. Im Innern kann man noch heute die Darstellung verschiedener Kriege bewundern.

Der kleine Felsentempel der Göttin Hathor mit den 10 Meter hohen Figuren von Ramses und seiner Frau, vermittelt eindrucksvoll die außergewöhnliche Rolle, die Nefertari im Leben ihres Mannes gespielt hat.

Einzigartig ist Abu Simbel aber nicht nur für seine gigantischen Ausmaße, auch die jüngste Geschichte hat entscheidend zur Bekanntheit der Tempelanlage beigetragen: Denn das Weltkulturerbe wurde beim Bau des Assuan-Staudamms in einer spektakulären Aktion vor den Fluten des Nassersees gerettet, indem es in einzelne Blöcke zerteilt und dann an einem sicheren Ort originalgetreu wieder errichtet wurde.

Zweimal jährlich können die Besucher von Abu Simbel ein besonderes Schauspiel beobachten – denn dann dringen die Sonnenstrahlen bis ins Innere des großen Tempels und beleuchten dort die vier sitzenden Figuren von Ptah, Amun-Re, Ramses und Re-Harachte.

2.) Luxor

Die am Nil gelegene Stadt Luxor, mit ihrer riesigen Fülle an antiken Baudenkmälern, zählt zu den Höhepunkten einer Ägyptenreise. Denn hier, im alten Theben, befand sich das religiöse Zentrum des Reiches, was vor allem in der gewaltigen Tempelanlage von Karnak deutlich wird. Ob die riesige Säulenhalle, Weiße und Rote Kapelle oder die eindrucksvollen Pylone – jeder Pharao dieser Zeit hat hier für die Nachwelt seine Spuren hinterlassen. Aber nicht nur Karnak, wo die Götter Amun, Mut und Chons verehrt wurden, zieht die Blicke aller Besucher auf sich. Unweit befindet sich der ebenfalls sehr reizvolle Luxor-Tempel, der über eine Sphingen-Allee mit der Tempelanlage von Karnak verbunden war.

Doch in der „Stadt der Paläste“ sind nicht nur die antiken Kultstätten selbst hervorzuheben. Direkt an der Uferpromenade sind im Luxor Museum bedeutende Fundstücke aus der Gegen um Theben ausgestellt. Sehenswert ist außerdem der Basar von Luxor. Hier können Touristen und Einheimische nach Herzenslust um Gewürze, kleine Statuen und Kleidungsstücke feilschen.

3.) Cheops-Pyramide

Die mit 146 Metern höchste Pyramide der Welt wurde dem Pharao Chufu – besser bekannt unter seinem griechischen Namen Cheops – geweiht. Das Bauwerk gilt, gemeinsam mit den beiden anderen Pyramiden von Gizeh, als letztes Weltwunder der Antike und befindet sich unweit der ägyptischen Hauptstadt Kairo. Die präzise Bauweise in alle vier Himmelsrichtungen erstaunt Archäologen und Besucher gleichermaßen. Die drei Grabkammern im Innern des über 6 Mio. Tonnen schweren Monuments sind einzigartig, denn andere Pyramiden sind lediglich mit einem Totenraum ausgestattet.

Das Denkmal war in früherer Zeit gänzlich mit weißem Sandstein verkleidet, doch sind diese Blöcke im Laufe der Jahrtausende herausgebrochen. Die prachtvoll polierte Spitze der neben der Cheops-Pyramide liegenden Pyramide des Chephren ist hingegen bis heute erhalten und vermittelt einen guten Eindruck von dem luxuriösen Anblick der drei Grabmäler. Da die Chephren-Pyramide außerdem auf einem höheren Felsen errichtet wurde, erscheint sie größer als das Cheops-Monument. Die Mykerinos-Pyramide hingegen ist mit einer Höhe von 65 Metern entschieden kleiner als ihre beiden Schwestern.

4.) Tal der Könige

Tutanchamun - Tal der KönigeDas Tal der Könige, unweit von Luxor in Ägypten gelegen, gilt als bedeutendste Totenstätte der ägyptischen Pharaonen, in der bisher mehr als 60 Gräber entdeckt wurden. Und immer wieder werden in dem, von hohen Felsen gesäumten Wüstengebiet neue Gruben, Sarkophage und Grabbeigaben gefunden.

Um die farbenprächtigen Wandmalereien und Verzierungen trotz der hohen Besucherzahlen weiterhin zu konservieren, darf jeder Gast nur drei Gräber besichtigen, weshalb die Auswahl oft schwer fällt. Steile Treppen führen in dekorierte Kammern, von Pfeilern gestützte Hallen oder aus mehren Gängen bestehende Grabanlagen. Schlagzeilen machte 1922 die Entdeckung der Sargkammer des Pharaos Tutanchamun mit ihren wertvollen Schätzen und der Mumie des Herrschers. Aber auch recht schlichte, undekorierte Räume und Tiergräber haben in diesem Tal ihren Platz gefunden.

Nicht weit vom Tal der Könige entfernt sind weitere Sehenswürdigkeiten zu finden. So haben beispielsweise im Tal der Königinnen die Angehörigen der Pharaonen ihre letzte Ruhestätte gefunden. Deir el-Medina beheimatete die Künstler- und Arbeiterfamilien, die an der Erschaffung der prunkvollen Gräberlandschaft beteiligt waren.

5.) Große Sphinx von Gizeh

Die große Sphinx von Gizeh – der liegende Löwe mit dem Menschenkopf – ist für viele, neben den Pyramiden, das Symbol des antiken Ägypten schlechthin. Die über 70 Meter lange Statue mit der abgeschlagenen Nase liegt zu Füßen der drei Pyramiden von Gizeh. Sie wurde aus dem Felsen herausgearbeitet, der für den Bau der Cheops-Pyramide genutzt wurde.

Archäologen gehen davon aus, dass die Figur bei ihrem Bau (vermutlich etwa 2600 v. Chr.) bunt und prachtvoll bemalt war. Heute erscheint sie, durch den gelben Sandstein, farblich an die Wüstenumgebung angepasst. Die große Sphinx von Gizeh war im Laufe der Jahrtausende immer wieder bis zum Kopf mit Sand bedeckt.

Noch immer sind sich die Forscher nicht einig, wer der Erbauer der Sphinx war. Und auch die Bedeutung der Statue konnte nicht geklärt werden. Möglicherweise soll die Sphinx über das weitläufige Gebiet wachen. Unter dem Körper werden Grabkammern vermutet, doch um die Statue nicht zu beschädigen, wurden die Ausgrabungen und Bohrungsarbeiten eingestellt. Zwischen den Vorderfüßen der Statue befindet sich ein kleiner Tempel, der nie ganz fertig gestellt wurde.

6.) Assuan-Staudamm

Der Assuan-Staudamm gilt als eines der bedeutendsten Bauprojekte seiner Zeit. Der Hochdamm staut den Nil, den längsten Fluss Afrikas, zu dem 5.250 km² großen Nassersee. Die Staumauer wurde zwischen 1960 und 71 mit russischer Hilfe errichtet und sollte vor allem die landwirtschaftliche Nutzfläche sowie die Strom- und Wasserversorgung der Bevölkerung verbessern. Gleichzeitig wollten die Ingenieure die jährlich stattfinden Nilüberschwemmungen verhindern.

Allerdings hat der riesige Stausee auch viele Nachteile mit sich gebracht. So wurden nicht nur eine Reihe antiker Kulturgüter von dem Wasser überschwemmt – wenn auch Abu Simbel beispielsweise durch eine internationale Rettungsaktion versetzt werden konnte – auch fehlt den Bauern nun auf ihren Feldern der nährstoffhaltige Schlamm, der sonst die Äcker überschwemmt hat. Gleichzeitig versandet der Nassersee immer mehr. Forscher gehen davon aus, dass er in etwa 500 Jahren nicht mehr als Wasserspeicher dienen kann. Daneben gibt es noch zahlreiche weitere Schattenseiten, die mit dem Bau des Damms zusammenhängen.

Besucher des 111 Meter hohen Assuan-Staudamms können hier also nicht nur ein Meisterwerk der modernen Baukunst bewundern, sondern gleichzeitig die vorher nicht absehbaren Nachteile solch eines Eingriffs in die Natur erleben.

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