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Sehenswürdigkeiten in Argentinien

1.) Cueva de las Manos

Die Felsmalereien der “Cueva de las Manos” (Höhle der Hände) gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Argentiniens. Die Höhle in der Schlucht des Rio Pinturas liegt etwa 150 km südlich der Ortschaft Perito Moreno in der Provinz Santa Cruz im Südwesten Argentiniens. Bei einigen Touren, die ab Perito Morena zur Cueva de las Manos angeboten werden, wird die letzte Wegstrecke zur Höhle in einem zweistündigem Fußmarsch zurückgelegt, bei dem man einen atemberaubenden Ausblick über das Tal des Rio Pinturas und die umgebende Canyon-Landschaft genießen kann. Die Höhlenmalereien sind zwischen 9.000 und 13.000 Jahre alt und wurden erst im letzten Jahrhundert von einem Mönch entdeckt. 1999 wurde die Cueva de las Manos von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die steinzeitlichen Malereien werden in drei verschiedene Gruppen nach Alter und Stil eingeteilt. Die erste Gruppe stellt Abbildungen von gejagten Tieren dar, die zweite Gruppe bilden Jagdszenen und die dritte Gruppe Hieroglyphenmalereien. Bis heute ist die Bedeutung der positiven und negativen Abbildungen der Hände, nach denen die Höhle ihren Namen erhalten hat, nicht geklärt. Die Malereien sind in den Farben Schwarz, ockergelb, hellrot und violett gehalten und bestehen aus Gips und Eisen.

2.) Quebrada de Humahuaca

Die Quebrada de Humahuaca ist eine 150km lange Schlucht zwischen San Salvador de Jujuy und Humahuaca in der Provinz Jujuy im Norden Argentiniens. Die Schlucht hat eine karge Vegetation und gibt so den Blick auf die verschiedenfarbigen Gesteinsschichten frei. Seit 2003 gehört die farbenprächtige und hauptsächlich von Indios bewohnte Schlucht zum Weltnaturerbe der UNESCO. Die Schlucht steigt von 1200m in San Salvador auf fast 3000m in Humahuaca an. Besonders bei Sonnenauf- und Untergang leuchten die Gesteinsschichten in den herrlichsten Farben – ein einzigartiges Naturschauspiel. Zu den Sehenswürdigkeiten der Quebrada zählen die restaurierten Steinhäuser der Indios in Pucará sowie die Kirche San Francisco in dem kleinen Ort Uquia mit einem Altar aus reinem Gold und einer Decke aus Kakteenholz. Der landschaftlich schönste Teil der Schlucht ist der Abschnitt zwischen Tilcara und Pumamarca mit den Bergen der sieben Farben. Die verschiedenen Farbtöne entstanden durch die Sedimentablagerungen über Millionen von Jahren hinweg. Die Berge leuchten in den Farben lila, orange, blau, türkis, rot, weiß und gelb. Auf dem höchsten Punkt der Schlucht liegt der Ort Humahuaca mit Häusern im Kolonialstil und einem bunten Indio-Wochenmarkt.

3.) Nationalpark Los Glaciares

Nationalpark Los GlaciaresDer Nationalpark Los Glaciares (Gletscher-Nationalpark) ist mit seinen 4459 Quadratkilometer das größte zusammenhängende Gletschergebiet außerhalb der Antarktis. Los Glaciares ist seit 1945 Nationalpark und wurde 1981 von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt. Der Nationalpark liegt in Patagonien, in der Provinz Santa Cruz im südlichsten Teil des südamerikanischen Kontinents und erstreckt sich über argentinisches und chilenisches Staatsgebiet. Los Glaciares mit seiner atemberaubenden Landschaft aus Gebirgen, Seen und ausgedehnten Wäldern ist ein Ziel für Naturliebhaber, Trekking-Touristen und Fotografen. Ausgangspunkt für Touren durch den Nationalpark ist die Kleinstadt El Calafate. Zum Nationalpark gehören 13 Gletscher, darunter die drei großen Gletscher Perito-Moreno, Upsala und Viedma, die in die türkisfarbenen Gletscherseen Lago Argentino und Lago Viedma münden. Im nördlichen Teil des Nationalparks, etwa 220 km von El Calafate entfernt, liegen die bei Bergsteigern und Trekking-Touristen beliebten Granitberge Cerro Fitz Roy (3400 m) und der Cerro Torre (3120 m). Die bizarre Gletscherlandschaft mit riesigen bläulich schimmernden Eisflächen ist einzigartig. Oft kann man Abbrüche des großen Perito-Moreno-Gletschers beobachten, die beim Eintauchen in das Wasser ein lautstarkes Getöse und meterhohe Flutwellen hervorrufen. Der malerisch gelegene See Lago Roca, 51 km von El Calafate entfernt, mit den typischen patagonischen Andenwäldern bietet im Sommer ideale Möglichkeiten für Camping, Angeln und Trekking durch die faszinierende Natur.

4.) Nationalpark Talampaya

Der Nationalpark Talampaya in der nordargentinischen Provinz La Rioja wurde im Jahr 2000 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Der Park ist von beeindruckenden Wüstenlandschaften und bizarren Felsformationen geprägt, die durch Erosionen entstanden sind. In dem ca. 30 km langen Schluchtensystem ragen die kuriosen Sandsteinformationen bis zu 150 m in den Himmel empor und riesige rote senkrechte Gesteinswände erheben sich aus dem kargen Wüstenboden. Empfehlenswert ist eine Wanderung durch die bizarren Gesteinsformationen der “Ciudad perdida”, der verlorenen Stadt. Die “Kathedrale” besteht aus einer 400 m langen und 140 m hohen Felswand mit einigen freistehenden dünnen Felsnadeln. Auf mehreren Felsblöcken finden sich so genannte Petroglyphen, Zeichnungen der Indios, die in den Stein geritzt wurden. Petroglyphen finden sich in Puerta de Cañon und in Los Pizzarones. Die Indios um 100 bis 1200 nach Christus nutzten die Höhlen und Felsüberhänge zum Wohnen und gravierten Menschen-, Tier- und geometrische Figuren in den Sandstein ein. Sehenswert ist auch das naturwissenschaftliche Museum von La Rioja, das Fundstücke aus der Region Talampaya zeigt.

5.) Ischigualasto

Das Naturreservat Ischigualasto liegt im Nordwesten Argentiniens, in der Provinz San Juan. Es erstreckt sich auf einem Gebiet von ca. 8000 Quadratkilometern und wurde im Jahr 2000 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Ischigualasto und Talampaya sind zwei benachbarte Naturreservate mit wüstenartigem Charakter, die von bizarren Sandsteinformationen, welche über Jahrmillionen durch Erosion entstanden sind, geprägt sind. Die Flora besteht aus Kakteen und Sukkulenten, den typischen Wüstenpflanzen. Der kleine Ort Los Baldecitos ist der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge in das Naturreservat. Große Gebiete von Ischigualasto haben die Gestalt von Kratern, daher auch der Name “Valle de la Luna” (Mondlandschaft). Vor Jahrmillionen war das Gebiet des Naturparks ein riesiger See, in dem sich viele Sedimentschichten abgelagert haben. Ein Teil der Ablagerungen beweist, dass vor langer Zeit tropisches Klima im Gebiet um Ischigualasto geherrscht hat, in dem auch Dinosaurier lebten. Zahlreiche Saurierknochen, darunter das älteste Saurierskelett der Welt, bezeugen, dass das Gebiet von Ischigualasto vor Jahrmillionen von den Riesenreptilien bewohnt war. Das Naturreservat zählt mit seinem zahlreichen Fossilienvorkommen zu den bedeutendsten paläontologischen Fundstätten der Welt. Sehenswert ist auch der “Versteinerte Wald” mit versteinerten Resten von Riesenbäumen. In Ischigualasto wurden 1200 bis 1400 Jahre alte Felszeichnungen von Jägern und Sammlern gefunden.

6.) Halbinsel Valdez

ValdezDie 3625 Quadratkilometer große Halbinsel Valdez gehört zur Provinz Chubut an der Atlantikküste. Die Landschaft ist bis auf wenige Salzseen eine karge und trockene Steppenlandschaft und der einzige Ort auf der Insel ist das kleine Dorf Puerto Pirámide. Nandus, wilde Lamas und Pampashasen bevölkern die Halbinsel Valdez. Bekannt ist die Halbinsel mit seinen 400 km langen Küsten für die riesigen Seelöwen- und See-Elefanten-Kolonien an den Ufern, die sich ganzjährig auf der Halbinsel aufhalten. Aber auch verschiedene Walarten kommen zwischen Juni und Dezember in die wärmeren Gewässer und geschützten Buchten des Golfo San José und Golfo Nuevo, um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Vor den Küsten der Halbinsel leben auch die riesigen Schwertwale, die Orcas. An den Ufern der Halbinsel brüten ganze Kolonien von zutraulichen Magellan-Pinguinen, die keinerlei Scheu vor Menschen zeigen, so dass man sie ganz aus der Nähe beobachten kann. Das Naturreservat der Halbinsel Valdez wurde 1999 von der UNESCO auf die Weltnaturerbe-Liste gesetzt.

7.) Perito Moreno Gletscher

Der Perito Moreno Gletscher ist der größte Gletscher im Nationalpark Los Glaciares in Patagonien, in der südwestlichen Provinz Santa Cruz. Idealer Ausgangspunkt für eine Tour zum Nationalpark und dem Gletscher ist der Ort El Calafate. Perito Moreno ist der einzige Gletscher außerhalb der Antarktis und Grönlands, der beständig wächst. Dies ist nur durch die starken Niederschläge möglich, die vom Pazifik über die Anden kommen. Der Gletscher besteht aus einer 60 km langen, 60 Meter hohen und 5 km breiten Eismasse, die sich täglich um einen Meter vorwärts schiebt. Diese Bewegung macht sich mit einem ständigen lauten Knacken und Krachen im bläulich schimmernden Gletscher bemerkbar. Der Gletscher mündet in den See Lago Argentino, auf dem ständig blau leuchtende kleinere Eisberge schwimmen, denn durch die Vorwärtsbewegung brechen regelmäßig große Gletscherstücke ab, die mit lauten Getöse in den See stürzen und meterhohe Flutwellen auslösen können. Alle paar Jahre blockiert der Gletscher durch seine Vorwärtsbewegung einen Nebenarm des Lago Argentino, in dem sich in Folge das Wasser auf über 30 m über dem Wasserspiegel des Sees anstaut und den laut tösenden Zusammenbruch des vorderen Teils des Gletschers bewirkt. Dieses Ereignis gehört zu den imposantesten Naturschauspielen der Welt.

8.) Aconcagua

Der Aconcagua in der westlichen Provinz Mendoza ist mit 6.962 m der höchste Berg Argentiniens und des amerikanischen Kontinents. Der Berg ist eine Herausforderung für Bergsteiger aus aller Welt. Der Aconcagua wurde erstmalig 1897 bestiegen, heute bezwingen ihn ca. 5000 Bergsteiger jährlich. Die Stadt Mendoza ist Ausgangspunkt für Touren durch den Nationalpark. Hier gibt es verschiedene Genehmigungen, die man für kurze oder längere Aufenthalte im Nationalpark und die Besteigung des Aconcagua braucht. Die beste Reisezeit sind die Sommermonate zwischen Dezember und März. Der Nationalpark Aconcagua in den argentinischen Anden mit seiner kargen Hochgebirgslandschaft ist von atemberaubender Schönheit. Beim Trekking erreicht man viele Aussichtspunkte mit Blick auf die schneebedeckten Fünf- und Sechstausender der Umgebung und ihre riesigen Gletscher. Das wunderschöne Horcones-Tal mit dem majestätischen Aconcagua im Hintergrund eignet sich vorzüglich für ausgedehnte Wanderungen durch die wilde, unberührte Landschaft. Die Puente del Inca, eine durch Erosion auf natürliche Weise entstandene Brücke liegt am Eingang zum Horcones-Tal. Hier entspringt eine schwefelhaltige Thermalquelle, die die umliegenden Felsen orangegelb färbt.

9.) Esteros del Iberá

Die Esteros del Iberá ist ein 1,3 Mio Hektar großes Sumpfgebiet im Nordosten Argentiniens, in der Provinz Corrientes. Der Ausgangspunkt für das riesige Naturschutzgebiet, das sich bis nach Paraguay und Brasilien erstreckt, ist das kleine Dorf Colonia Carlos Pelligrini. Das größte Feuchtgebiet Argentiniens besteht aus Lagunen, Sümpfen und schwimmenden Inseln mit einer vielfältigen Flora und Fauna, zu der auch mehr als 350 Vogelarten gehören. In der nahezu unberührten Natur leben der storchenähnliche Jaribu, Wasserschweine, Sumpfkrokodile, Wasserschildkröten, Schlangen, Mähnenwölfe, Sumpfhirsche, kleine Fluss-Wölfe und Pampa-Füchse. Vor einigen Jahrzehnten führte das Jagen in den Sümpfen zur Dezimierung vieler Tierarten. Heute ist das Jagen in dem Naturschutzgebiet strikt verboten und die Esteros del Iberá ist wieder ein urwüchsiges Naturgebiet. Die Lagunen sind mit herrlichen Seerosen bewachsen, am Ufer stehen Zitronen- und Orangenbäume, dazwischen kann man die zarten Blüten der verschiedenen Orchideenarten entdecken. Naturfreunde und Fotografie-Liebhaber werden auf einer unvergesslichen Bootstour durch die Lagunen und Sümpfe eine Vielzahl von seltenen Pflanzen und Tieren erspähen. Die beste Reisezeit für die Esteros del Iberá ist im Frühjahr von September bis November. Im Sommer von Dezember bis März ist es in den Sümpfen unerträglich heiß und schwül.

10.) San Ignacio Miní

Die jesuitische Missionsstation San Ignacio Miní liegt im Nordosten Argentiniens, etwa 60 km nördlich der Stadt Posadas in der Provinz Misiones. Die Jesuiten gründeten 1696 die Mission, um die einheimischen Guarani-Indios zu missionieren. Als der Jesuiten-Orden um 1800 verboten wurde und die Missionare von den Spaniern vertrieben wurden, wurde die Missionsstadt, in der zeitweise bis zu 4000 Personen lebten, verlassen. Von der verfallenen Missionsstation, die in ihrer Blütezeit aus 30 Häuserblocks bestand, sind nur wenige eindrucksvolle Mauern erhalten. 1984 wurde San Ignacio Miní von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Besonders beeindruckend sie die Überreste der Kathedrale und des Ordenshauses aus rotem Sandstein. Die Gebäude, deren Dächer nicht mehr existieren, sind im Viereck rund um einen ca. 100 m² großen Platz ausgerichtet. Die 30 Steinhäuser flankierten den Platz in nördlicher, westlicher und östlicher Richtung, während an der Südseite die öffentlichen Gebäude standen. Die Kirchenruine steht in der Mitte des Gebäudekomplexes. Viele Jahre waren die Reste der Jesuiten-Mission unter dem grünen Dach des Urwaldes verschwunden, bis sie 1897 wieder entdeckt und 1943 vom argentinischen Staat zum historischen Denkmal erklärt wurden.

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