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Sehenswürdigkeiten in Australien

1.) Great Barrier Reef

Im Juni 1770 entdeckte der britische Seefahrer James Cook das Große Barriereriff – auch Great Barrier Reef genannt - , als er während seiner ersten Südseereise dort auf Grund lief. Es liegt im Nordosten Australiens an der Ostküste Queenslands im Südpazifik. Dieses größte und schönste Korallenriff der Erde zählt zu den Sieben Naturweltwundern und wurde 1981 zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt. Es hat ungefähr eine Länge von 2.300 Kilometern. Sein Ursprung liegt mehrere Millionen Jahre zurück.

Als besondere Attraktion gilt die alljährlich wiederkehrende Korallenblüte während des australischen Frühlings. Das Riff bietet den verschiedensten Meeresbewohnern Lebensraum. Neben zahlreichen Schwamm- und Fischarten, haben die unterschiedlichsten Nessel- und Weichtiere hier ebenso ihre Heimat gefunden wie Stachelhäuter. Selbst verschiedene Meeresschildkröten fühlen sich hier wohl. Zahlreiche Arten von Seetang sind ebenso aufzufinden wie 215 Vogelarten. Selbst die vom Aussterben bedrohte Seekuh lebt im Barriereriff. Der in der nahen Antarktis lebende Buckelwal nutzt das Riff zum Gebären seiner Jungen.

Heute kann man das legendäre Barriereriff entweder mit einem der zahlreichen Boote, mit dem Hubschrauber oder dem Kleinflugzeug besuchen. Ein besonderes Erlebnis ist die Beobachtung der unterirdischen Tier- und Pflanzenwelt durch den Glasboden eines speziellen Bootes oder aber in einem Halb-U-Boot. Viele Unterwasserobservatorien bieten fachkundige Führungen durch das Barriereriff an. Aus nächster Nähe am besten lässt sich die einmalige Unterwasserwelt allerdings beim Schnorcheln und Tauchen erkunden. Um die Besucher vor Muränen sowie Haien zu schützen werden die Tauchgebiete mit Netzen abgegrenzt.

2.) Ayers Rock

Ayers Rock in AustralienIm Northern Territory gelegen befindet sich der Ayers Rock, eines der Wahrzeichen Australiens. Der vor etwa 600 Millionen Jahren entstandene zweitgrößte Monolith der Erde erhebt sich als Inselberg aus Sandstein in der zentralaustralischen Wüste mit einer Höhe von 869 Metern. Er ist rund 3 Kilometer lang, 2 Kilometer breit und hat einen Umfang von etwa 10 Kilometern.

Die Aborigines nennen ihr Heiligtum „Uluru“. Der Berg ist ein wichtiges Zeichen ihres Kampfes um Landrechte und Überleben ihrer Kultur. Der Sage nach ist der rote Berg die Regenbogenschlange, die zusammen mit den Ahnen die Welt erschuf, um sich dann zusammenzurollen und zu versteinern.

Nach Ansicht der Aborigines darf der Heilige Berg nicht bestiegen werden, dennoch dulden sie es, dass jährlich viele Touristen diesen Wunsch missachten. Die Besteigung des Uluru ist bei den dortigen Temperaturen sehr beschwerlich. Rasch umschlagendes Wetter bergen bei Auf- wie auch Abstieg extreme Gefahren in sich. Es gab bereits mehrere Unfälle mit Todesfolge. Bei extremer Windstärke ist ein Besteigen sogar ausdrücklich verboten. Ebenso verboten ist es, gekennzeichnete heilige Stätten am Fuße des Berges zu fotografieren. Ein Nichtbeachten zieht hohe Geldstrafen nach sich. Wenn die Sonne im Outback versinkt, erstrahlt der Ayers Rock in seinem typischen, intensiven, magischen Rot.

3.) Opernhaus in Sydney

Das Sydney Opera House steht direkt am Meer und erinnert an die Segel eines Schiffes oder eine geöffnete Muschel, wobei sein Architekt, der Däne Jorn Utzon, 31 Jahre nach Baubeginn verriet, dass seine Vorstellung eher die Teile einer Orange meinte. Die Einheimischen bezeichnen ihre Oper als „Nonnenhaube“ oder „Offene Auster“.

Das markante Bauwerk gilt als Wahrzeichen Sydneys und wurde 2007 von der UNESCO als Welterbe ausgezeichnet. Das in der Architektur einzigartige Opernhaus ist 183 Meter lang und 118 Meter breit. Es bedeckt eine Fläche von rund 1,8 Hektar. Sein Dach ragt 67 Meter hoch hinaus und ist mit über einer Million weiß schimmernden, glasierten Keramikfliesen bedeckt, welche extra aus Schweden importiert wurden. Getragen wird das schwere Gebäude von mehreren tief in den Boden gestampften Pfählen.

Umgeben ist das am Bennelong Point gelegene Opernhaus von Gartenanlagen sowie dem Meer des Hafens von Sydney.
Bei einer Ideenausschreibung gewann Utzon 1954 den Wettbewerb, fünft Jahre später erfolgte die Grundsteinlegung. Leider stand alles nicht untere einem guten Stern: Die Bauingenieure waren mit der Umsetzung des Projektes überfordert, die Pläne mussten geändert werden und die Regierung selbst veränderte einen Teil des Originalkonzepts. Die Baukosten wurden um 95 Millionen Australische Dollar überschritten und die Bauzeit verlängerte sich um 8 Jahre. Aufgrund der Querelen verließ der Architekt Australien und sah sein fertiges Bauwerk nie. Die offizielle Einweihung fand im Oktober 1973 durch Queen Elizabeth II. statt.

In der Oper selber befinden sich mit insgesamt 5.532 Sitzplätzen, fünf Hallen für Opern, Sinfoniekonzerte, Kammermusik und Schauspiel, sowie zahlreiche weitere Räume, ein Kino Restaurants etc. Touristen können bei geführten Touren durch das Gebäude hinter die Kulissen schauen.

4.) Nationalpark Kakadu

Der Kakadu-Nationalpark, einer der Hauptattraktionen des Northern Territories, ist mit etwa 20.000 km² der größte Nationalpark Australiens. Er umfasst Überflutungsgebiete, Wald und Hochplateaus und zählt seit 1984 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Der Kakadu-Nationalpark ist nicht zuletzt wegen seiner atemberaubenden Natur, der vielfältigen Tier- und Wasserwelt aber auch den schönsten sowie ältesten Felsenmalereien der Welt ein Muss auf jeder Australienreise. Tee- und Schraubenbäume sowie Mangroven sind im Kakadu-Nationalpark ebenso anzutreffen wie Wallabies, Kängurus, 117 Reptilienarten und Krokodile. Verwaltet wird der Park gemeinsam von den Aborigines sowie den Mitarbeitern von „Parks Australia“. Leider baut man hier - im Gebiet des reichsten Uranvorkommens der Welt - aber immer noch Uran ab.

Im Gebiet des Kakadu-Nationalparks herrschen zwei Jahreszeiten vor: Die Trockenzeit sowie die Regenzeit. Während der Trockenzeit kann man fast überall mit einem normalen Auto hin, einzige Ausnahme bilden die Jim Jim und Twin Falls, die nur mit einem Allradfahrzeug zu erreichen sind. Ein Besuch dieser beiden imposanten, schwer zu erreichenden Wasserfälle lohnt sich. In der Schlucht der Twin Falls befindet sich ein gut besuchter weißer Sandstrand. Sowohl bei den Jim Jim als auch den Twin Falls kann man Krokodile entdecken.

Empfehlenswert ist auch ein Besuch der Felsenmalereien der Aborigines in der Gegend um Ubirr, Nanguluwur und Nourlangie Rock. Verschiedene Motive sind in den Felsen, Höhleneingängen und Felsüberhängen zu bestaunen, wo Jahrtausende lang die Ureinwohner Australiens lebten.

5.) Zwölf Apostel

Twelve Apostles, die Zwölf Apostel in AustralienEine weitere Sehenswürdigkeit, deren Erscheinungsbild zeitlich begrenzt ist, sind die Twelve Apostles, die Zwölf Apostel. Es handelt sich dabei - entgegengesetzt zum Namen - um neun im Meer stehende Felsformationen zwischen den Orten Princetown und Port Campbell im Port-Campbell-Nationalpark. Über Millionen von Jahren wurden die imposanten Säulen aus weichem Gestein durch Wind, Wetter und Wellen geformt. Aus zunächst zusammenhängenden Felsen entstanden durch Unterspülung Höhlen, welche wiederum zu Bögen wurden, bis letztendlich auch diese zusammenbrachen und die heute zu sehenden pfeilerartigen Gebilde übrig blieben.

Die Felstürme sind von unterschiedlicher Höhe und haben verschiedene Durchmesser. Aufgrund des natürlichen Erosionsprozesses ist die Dauer des Fortbestandes der Felstürme eine Frage der Zeit. So brach beispielsweise am 03. Juli 2005 ein etwa 50 Meter hoher Fels an seiner Basis ab, stürzte in sich zusammen und versank im Meer. Lediglich ein über der Wasserfläche aufragender Schutthaufen blieb übrig. Seither bestehen die Zwölf Apostel nur noch aus acht pfeilerartigen Felsformationen.

Die an der rund 250 Kilometer langen spektakulären Küstenstraße Great Ocean Road gelegenen Zwölf Apostel sind ein Teil einer ganzen Serie von Felsformationen entlang dieser Küstenregion. Sie leuchten bei Sonnenauf- und –untergang in der Brandung in bilderbuchartiger Weise und sind somit eines der meist fotografierten Motive Australiens.

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