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Sehenswürdigkeiten in Deutschland

1.) Brandenburger Tor in Berlin

Einst führte die Strasse „Unter den Linden“ ins Land Brandenburg, dahin, wo heute der Tiergarten beginnt, und diente den preußischen Königen als profaner Reitweg zu Jagdausflügen. Bereits 1734 entstand im Rahmen der Zollmauer zu Brandenburg das erste Stadttor an dieser Stelle, doch weit aus weniger Aufsehen erregend als das heutige. Das Brandenburger Tor, so wie heute allen bekannt, entstand im Auftrag Friedrich Wilhelm II. und wurde in den Jahren 1788 bis 1791 nach Entwürfen und unter Aufsicht des Architekten Langhans erbaut. Seit jener Zeit avancierte das Brandenburger Tor, mit der geflügelten Siegesgöttin Nike als Wagenlenkerin einer Quadriga, zum Wahrzeichen der Stadt. Das letzte der vollständig erhaltenen Berliner Stadttore wuchs in der wechselhaften Geschichte Berlins und Deutschlands jedoch auch zum symbolträchtigsten Bauwerk Deutschlands überhaupt. In den Jahrzehnten der Spaltung Deutschlands wurde der gesamte Torbereich zum Grenz-Sperrgebiet ernannt und war somit niemandem mehr zugänglich. Heute gehört es wieder zum Stadtbild und verbindet wie einst die Stadtbezirke Mitte und Tiergarten. Für den motorisierten Verkehr aus Bauschutzgründen gesperrt, bietet es jedoch Spaziergängern wieder viel Raum, das historische Bauwerk zu genießen. Seit 1994 befindet sich im nördlichen Torhaus ein „Raum der Stille“, der Berliner und Besucher zu einem Moment der Besinnlichkeit in absoluter Ruhe einlädt.

2.) Dom in Köln

Stolz und souverän erhebt sich das Wahrzeichen der Stadt Köln nur etwa 250 Meter vom Rhein entfernt und lässt nach etwa 600 Jahren Bauzeit Besucher der Stadt in ehrfürchtigem Staunen verharren – der Kölner Dom. Er ist das dritthöchste sakrale Bauwerk der Welt und in seiner Architektur unvergleichlich. Der Kölner Dom steht auf wahrlich „heiligen Boden“, denn bereit im frühen 4. und 5. Jahrhundert entstanden an jener Stelle die ersten religiös genutzten Bauten. Dem heutigen Kölner Dom ging den Alten Dom, bereits 873 zur Kathedrale geweiht, voraus. Die Erweiterung und Umbau des Alten Doms im 13. Jahrhundert scheiterte an eben jenen Arbeiten, die einen Brand auslösend, nahezu zur vollständigen Zerstörung des Alten Doms führte. Den offiziellen Baubeginn des heutigen Kölner Domes kennzeichnet das Jahr 1248, im Jahr 1820 wurde der Kölner Dom feierlich als endlich fertig gestellt eingeweiht. Nicht nur gläubige Katholiken zieht die römisch-katholische Kathedrale in ihren Bann. Auch Angehörige anderer Religionen und Atheisten können sich dem Flair dieses monumentalen Sakralbaus nicht entziehen. Bei einem Besuch des Kölner Doms sollte man auf jeden Fall die Domschatzkammer besuchen und sich eines der wunderbaren Orgelkonzerte nicht entgehen lassen. Ebenfalls beeindruckend ist das Glockenwerk des Kölner Doms, welches als ältestes Geläut Europas gilt.

3.) Schloß Neuschwanstein

Schloß Neuschwanstein in DeutschlandAuf den Ruinen der Burgen Vorder- und Hinterschwangau ließ Ludwig II., König von Bayern das märchenhafte Schloss Neuschwanstein entstehen. Der Bau des architektonischen Kunstwerks begann 1869 und war 1886 weitestgehend fertig gestellt. Die ursprünglichen Baupläne Ludwig II. sahen einen größeren und prächtigeren Bau vor, wurden zum Teil aus finanziellen Gründen, zum anderen aber auch wegen des frühen Ablebens des Bayernkönigs, geändert und verworfen. Beim Entwurf Neuschwansteins ließ sich Ludwig II. von alten Plänen seines Vaters zum Aufbau der alten Burgen, aber auch von seinem Besuch auf der Wartburg zu Eisenach inspirieren. Im Sinn, eine „echte alte Ritterburg“ wieder erstehen zu lassen, flossen deutsche mittelalterliche, aber auch maurische Impressionen in den Bau ein. Auch von den Werken Richard Wagners beeindruck, nahm dessen Sagenwelt bei der Entstehung Schloss Neuschwansteins ebenfalls Einfluss. Neben wahrlich märchenhafter Pracht der Ausstattung wartet das Schloss jedoch mit einige erstaunlichen technischen Überraschungen auf, welche zur Zeit Ludwig II. als ausgesprochen innovativ und modern galten. Unter Anderem verfügte es bereits damals über eine batteriebetriebene Klingelanlage für die Dienerschaft. Heute ist Schloss Neuschwanstein, malerisch in Mitten der Allgäuer Bergwelt gelegten, das Touristenmagnet schlechthin. Tausende Besucher aus aller Welt lassen sich fasziniert vom Charme des ungewöhnlichen und wunderschönen Schlosses gefangen nehmen.

4.) Frauenkirche in Dresden

Kaum ein anderes sakrales Bauwerk Europas symbolisiert so stark Versöhnung und internationalen Zusammenhalt wie die Dresdner Frauenkirche. Die Geschichte des protestantischen Bauwerks ist allerdings weitaus älter, als die Kirche im barocken Baustil selbst. Bereits ab dem 11. Jahrhundert entstanden an jenem Platz Kirchen, welche als „Frauenkirche“ bekannt waren. Nach den Plänen des Architekten Bähr entstand 1726 bis 1743 der Bau der heutigen Frauenkirche. Die komplett aus Sandstein gefertigte, in Form einer Glocke gehaltene Kuppel, gilt auch heute noch als weltweit einzigartig. Seit dem „Luftangriff auf Dresen“ am 13. und 14. Februar 1945 galt das dabei vollständig ausgebrannte sakrale Bauwerk in seinem Ruinendasein als Mahnmal an den Krieg. Die in DDR-Zeiten entstanden Pläne zum Wiederaufbau der Frauenkirche wurden aus Geldmangel verworfen, gegen das Abtragen der Ruine wehrten sich die Dresdner erfolgreich, so blieb sie als Mahnmal bestehen. Auch nach dem Mauerfall war der Wiederaufbau umstritten, da ein wichtiges Mahnmal verloren gehen würde. Der spektakuläre „Ruf aus Dresden“ von 1990 fand weltweit jedoch soviel Widerhall, dass der historische Wiederaufbau der Frauenkirche im Zeitraum 1996 bis 2005 komplett fertig gestellt werden konnte, finanziert von Spendengeldern aus der ganzen Welt. Die Dresdner Frauenkirche heißt heute Menschen aus aller Welt im Zeichen von Frieden und Versöhnung willkommen.

5.) Michel in Hamburg

Michel in HamburgDie Hamburger nennen sie liebevoll „Michel“ und meinen damit eigentlich die evangelische Kirche Sankt Michaelis. Heute als der bedeutendste sakrale Barockbau Norddeutschlands geltend, ist St. Michaelis in erster Linie das Wahrzeichen der Hansestadt und signalisiert seit ihrer Fertigstellung im Jahr 1762 den anfahrenden Seeleuten die nahe Stadt. Die dem Erzengel Michael geweihte Zentralkirche ist aus Backsteinen erbaut und spiegelt den typisch hanseatischen Baustil jener Epoche wieder. Der 132 Meter hohe Turm erhebt sich imposant über die Stadt. Auf einer, in etwa 80 Metern befindlichen Plattform, gewährt er den Besuchern einen unvergesslichen Panoramablick über Hamburg. Wissenschaftlichen Ruhm erlangte der Turm durch die Fallexperimente des Physikers Benzenberg, der mit diesen die Erdrotation nachwies und berechnete. Wie viele andere sakrale Bauwerke blieb auch der Hamburger Michel von Zerstörungen nicht verschont. 1906 brannten Turm und Schiff bei Bauarbeiten bis auf die Grundmauern nieder, wurden jedoch bis 1912 wieder aufgebaut. Diesmal erhielt der Turm statt des Holzgerüstes ein Stahlgerüst. Im zweiten Weltkrieg blieb St. Michaelis vorerst von größeren Schäden bewahrt, doch in den letzen zwei Kriegsjahren wurde auch sie schwer getroffen. Mit typisch hanseatischer Tatkraft gingen die Hamburger ans Werk - bauten „ihren Michel“ bis zum Jahr 1952 wieder auf. Eine absolute Besonderheit ist die Kirchturmuhr – sie ist die größte ihrer Art in ganz Deutschland.

6.) Allianz Arena in München

Die im Mai 2005 eröffnete Allianz Arena in München ist ein Fußballstadion der Superlative. Das im Norden der Stadt gelegene Stadion bietet insgesamt knapp 70.000 Plätze. Dank dieser riesigen Dimensionen war die Allianz Arena in München im Jahr 2006 Austragungsort der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft; darüber hinaus bestreiten hier die beiden bekanntesten Münchner Fußballvereine FC Bayern München und TSV 1860 München hier ihre Heimspiele. Doch nicht nur Fußball wird in der Allianz Arena gespielt; diese dient weiterhin als Location für zahlreiche weitere Veranstaltungen. Egal ob Produktpräsentationen, private Veranstaltungen oder Kundenveranstaltungen: in den acht Eventboxen der Arena ist nahezu alles möglich. Für das leibliche Wohl ist innerhalb des Stadions natürlich gesorgt: zahlreiche gastronomische Einrichtungen befinden sich hier ebenso wie zwei Kindertagesstätten, eine Legowelt und zwei Fanshops. Auch das zum Stadion gehörende Parkhaus zeugt von den Dimensionen der Anlage: sage und schreibe zehntausend Autos haben hier Platz; damit ist das Parkhaus das größte in Europa.

7.) Holstentor in Lübeck

HolstentorDas in den Jahren von 1464 bis 1478 erbaute Holstentor ist das Wahrzeichen der Stadt Lübeck und Hauptsehenswürdigkeit der Stadt. Viele Lübecker Firmen, darunter auch die bekannte Marzipanherstellung der Stadt, nutzen das Symbol des Holstentores als Logo. Von 1958 bis 1991 war das Holstentor auf dem 50-Mark-Schein zu sehen. Seit 2006 ist das Holstentor auf der Zwei-Euro-Münze eingeprägt. Dieses Stadttor aus dem Spätmittelalter ist das wohl am besten erhaltenste in ganz Deutschland. Mit seinen bis zu 3,50 Meter dicken Mauern, durch die heute der Verkehr der Stadt Lübeck rollt, ist das Holstentor ein imposanter Anblick und ein beliebtes Fotomotiv. Im Inneren des Holstentores befindet sich heute das Stadtgeschichtliche Museum. Neben der Geschichte des Holstentores wird dem interessierten Besucher hier zudem die Hanse, die Schifffahrt und der Handel in Lübeck erklärt. Darüber hinaus sind einige Folterinstrumente aus dem Spätmittelalter im Museum ausgestellt. Markant ist die Einschrift in das Tor: "CONCORDIA DOMI FORIS PAX", was so viel heißt wie "Drinnen Eintracht - draußen Friede".

8.) Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald

Das 53 Meter hohe Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald ist eines der bekanntesten Denkmäler Deutschlands. Die eigentliche Figur hat eine Höhe von 26 Metern und wiegt etwa 43 Tonnen. Diese überlebensgroße Figur trägt einen so genannten Flügelhelm und eine Rüstung. In der rechten Hand, die nach oben gestreckt ist, trägt sie ein Schwert, welches beachtliche sieben Meter lang ist. Die Hand zeigt nach Westen, also Richtung Frankreich. Historiker sind sich jedoch nicht einig, ob diese Geste offensiv oder defensiv gemeint ist. Das Hermannsdenkmal befindet sich auf dem 386 Meter hohen Teutberg und erinnert an die im 9. Jahrhundert nach Christus ausgetragene Schlacht im Teutoburger Wald, in welcher die Römer von den Germanen vernichtend geschlagen wurden. Mehrere hunderttausend Besucher zieht es jährlich zum Hermannsdenkmal. Vom Sandsteinsockel aus, den man gegen ein Eintrittsgeld ersteigen kann, hat man einen schönen Panoramablick in die nähere Umgebung. Erbaut wurde dieses Denkmal in den Jahren von 1838 bis 1875 von Ernst von Bandel; bei der Eröffnung war der damalige deutsche Kaiser zugegen.

9.) Hamburger Speicherstadt

SpeicherstadtEin Wahrzeichen der Hansestadt Hamburg ist die historische Speicherstadt. Dieser weltgrößte zusammenhängende Lagerkomplex beherbergt noch heute hinter seinen dicken Mauern exquisite Güter wie Kaffee, Tee, Kakao, Gewürze und Tabak. Darüber hinaus befindet sich in der Speicherstadt das größte Orientteppichlager der Welt. Seit dem Jahr 1991 steht die Hamburger Speicherstadt unter Denkmalschutz. Den besten Ausblick auf die Hamburger Speicherstadt hat man bei einer Hafenrundfahrt. Imposant sind die architektonischen Details; Backsteinromantik trifft hier auf schöne Giebel und Türmchen. In der Hamburger Speicherstadt erwarten den Besucher zahlreiche interessante Museen, darunter das Miniatur-Wunderland; für Modellbahnfreunde unbedingt zu empfehlen, sowie das Maritime Museum. Ein besonderer Geheimtipp ist das Afghanische Museum. Auch das Spielzeug- und das Gewürzmuseum sollte man bei einem Besuch der Hamburger Speicherstadt nicht versäumen. Besonders lohnenswert ist eine Besichtigung der Hamburger Speicherstadt in den Abend- und Nachtstunden, denn dann werden die Backsteinhäuser und die Brücken von zahlreichen Scheinwerfern angestrahlt - ein ganz besonderer Anblick. Insgesamt 20 Brücken durchziehen die Speicherstadt; die bekanntesten sind die Jungfernbrücke und die Kornhausbrücke.

10.) Berliner Mauer

Die Berliner Mauer ist eines der Wahrzeichen der deutschen Hauptstadt. Erbaut wurde sie im Jahre 1961 und war Symbol der Teilung Deutschlands bis zu ihrem Fall am 09.11.1989. Dieses geschichtlich bedeutende Datum ist unmittelbar mit der Berliner Mauer verbunden. Zahlreiche Bundesbürger waren an diesem Tag hier zugegen und feierten schließlich ausgelassen die Wiedervereinigung Deutschlands. Bruchstücke der Berliner Mauer wurden mit Hammer und Meißel aus der Mauer entfernt und galten als beliebtes Souvenir. Die Berliner Mauer war die Grenze zwischen West und Ost und Teil einer etwa 1.400 Kilometer langen Grenze; Wachpersonal hatte strikte Anweisung, Flüchtlinge zu erschießen. Wie viele Todesopfer es in den etwa 28 Jahren der Existenz der Berliner Mauer gab, ist bis heute umstritten. Zum Gedenken an die doch sehr zahlreichen Maueropfer wurden Mahnmale errichtet; eines der bekanntesten sind die so genannten Weißen Kreuze neben dem Reichstagsgebäude. Einen beeindruckenden Überblick über die Geschichte der Berliner Mauer vermittel das Mauermuseum am Checkpoint Charlie.

11.) Weltnaturerbe Wattenmeer

Wattenmeer an der NordseeDas Wattenmeer an der Küste der Nordsee erstreckt sich mit 450 km Gesamtlänge von Den Helder (Niederlande) bis zum dänischen Blåvand, seine Breite kann bis zu 40 km erreichen. Bei einer Fläche von rund 10.000 km² ist diese einzigartige Landschaft das größte Wattenmeer der Welt und wurde deshalb aufgrund der internationalen Bedeutung am 26. Juni 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt; der deutsche Flächenanteil beträgt ca. 60% und reicht von der ostfriesischen Insel Borkum bis zur Nordspitze von Sylt. Das Wattenmeer ist vor rund 10.000 Jahren während der Eiszeit entstanden und damit geologisch eine sehr junge Formation; es stellt den Meeresboden der Nordsee dar und wird täglich zweimal überflutet, bei Niedrigwasser fällt das Watt wieder trocken. Dieser regelmäßige Wechsel von Ebbe und Flut bewirkt eine ständige Veränderung der Landschaft und auch der Lebensbedingungen, so dass hier eine sehr große Artenvielfalt innerhalb von Flora und Fauna entstanden ist. Das Wattenmeer bietet auf Salzwiesen, Sandbänken, Wattflächen und Dünen Lebensräume für rund 10.000 Tier- und Pflanzenarten vom einzelligen Organismus über Pilze, Würmer und Muscheln bis zu Fischen, Vögeln und Säugetieren; allein in den Salzwiesen leben ca. 1.800 verschiedene Insekten- und Spinnenarten. Zusätzlich ist das Wattenmeer auch ein äußerst wichtiger Rastplatz für 10 bis 12 Millionen Zugvögel, die von ihren Brutplätzen im Norden zum Überwintern nach Afrika fliegen; bei einer Wattwanderung lassen sich z.B. Vogelschwärme mit bis zu 100.000 Tieren beobachten, was den außergewöhnlichen Wert dieses Gebietes eindrucksvoll bestätigt.

12.) Siegessäule in Berlin

Die Berliner Siegessäule ist mit einer Gesamthöhe von 66,89 m eines der markantesten Wahrzeichen der Stadt, sie befindet sich auf dem „Großen Stern“ mitten im Großen Tiergarten und steht unter Denkmalschutz. Die Siegessäule wurde im Auftrag Kaiser Wilhelm I. als Nationaldenkmal für die Siege über Dänemark, Österreich und Frankreich nach Plänen von Heinrich Strack in den Jahren 1864-73 errichtet und am 2. September 1873 (Sedanstag) eingeweiht. Das Monument besteht aus einem polierten Sockel aus rotem Granit, auf den drei konische Säulentrommeln aus Sandstein aufgesetzt sind; die äußeren Kannellierungen der drei Etagen enthalten Geschützrohre von in den Kriegen erbeuteten Kanonen. Der Sockel ist mit vier Bronzereliefs der Berliner Bildhauer Moritz Schulz, Karl Keil, Alexander Calandrelli und Albert Wolff verziert, die Säulenhalle auf dem Sockel enthält an der Innenseite ein Glasmosaik des Malers Anton von Werner. Den oberen Abschluss der Säule bildet eine Darstellung der geflügelten Siegesgöttin Viktoria; die von Friedrich Drake entworfene Bronzefigur (Höhe 8,30 m) ist vergoldet und wird daher im Volksmund auch als „Goldelse“ bezeichnet. Ursprünglich war das früher dreistöckige Denkmal (Höhe 50,66 m) auf dem Königsplatz – heute Platz der Republik – errichtet worden; in den Jahren 1938/39 wurde die Siegessäule gemäß den Plänen von Albert Speer an ihren heutigen Standort versetzt und um eine Säulentrommel mit goldenen Girlanden erhöht. Im Inneren der Säule führt eine Wendeltreppe (285 Stufen) zu einer Aussichtsplattform in 50 m Höhe mit einem Panoramablick über die Stadt.

13.) Völkerschlachtdenkmal in Leipzig

Völkerschlachtdenkmal in LeipzigIm Jahr 1813 fand vor den Toren der Stadt Leipzig im Rahmen der Befreiungskriege vom 16. bis 19. Oktober die bis dahin größte Schlacht aller Zeiten statt, sie ging als „Völkerschlacht von Leipzig“ in die Geschichte ein. Zur Erinnerung an die über 120.000 Gefallenen wurde auf Initiative des Deutschen Patrioten-Bundes nach den Entwürfen des Berliner Architekten Bruno Schmitz in den Jahren 1898-1913 das Völkerschlachtdenkmal auf dem ehemaligen Schlachtfeld errichtet; heute steht das Monument mit einer Gesamthöhe von 91 m im Leipziger Stadtteil Probstheida und ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt sowie das größte Denkmal Europas. Die Grundsteinlegung erfolgte am 18. Oktober 1898, nach einer Bauzeit von 15 Jahren wurde das Völkerschlachtdenkmal am 18. Oktober 1913 von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht; die Baukosten in Höhe von 6 Millionen Goldmark (= 31 Millionen Euro) wurden durch eine Lotterie und durch Spenden finanziert. Die 2 m starke Fundamentplatte (Größe 70x80 m) ruht auf 65 Pfeilern; sie tragen eine Last von insgesamt 300.000 Tonnen, die sich aus 26.500 Natursteinblöcken (sächsischer Granitporphyr aus Beucha) und 120.000 m³ Beton zusammensetzt. An der Basis des Denkmals befindet sich eine riesige Figur des Erzengels Michael zwischen zwei 19 m hohen und 30 m breiten Reliefs mit Kampfszenen; in der Kuppelhalle (Höhe 68 m) mit der Krypta stehen vier steinerne Totenwächter (Höhe 9,5 m) und acht Zweiergruppen von Kriegern rund um die bronzene Grabplatte im Boden, die Decke wird von 324 lebensgroßen Reiterbildern geschmückt. 500 Stufen auf einer engen Wendeltreppe führen zu einer Aussichtsplattform mit einem Panoramablick auf Leipzig und die Umgebung; aufgrund der hervorragenden Akustik mit einem Nachhall bis zu 10 Sekunden werden im Völkerschlachtdenkmal auch sehr oft Konzerte durchgeführt.

14.) Porta Nigra in Trier

Die Stadt Trier wurde im Jahr 16 v. Chr. von den Römern als „Augusta Treverorum“ gegründet; ein Zeugnis dieser römischen Vergangenheit ist die Porta Nigra, die heute das Wahrzeichen der Stadt darstellt und seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die Porta Nigra wurde als Teil der römischen Stadtbefestigung im späten 2. Jahrhundert (ca. 180 n. Chr.) v.a. zu Repräsentationszwecken erbaut und war der nördliche Zugang zur Stadt; sie ist das besterhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen, der Bau wurde jedoch nie endgültig fertiggestellt. Zwischen dem Ost- und dem Westturm war das Doppeltor der einzige Durchlass, der auf beiden Seiten verschlossen werden konnte, wobei die Tore zur Stadtseite niemals angebracht wurden; über den Toren verbinden Wehrgänge mit Fensteröffnungen die beiden Türme. Als Baumaterial für die Porta Nigra wurden große, gesägte Sandsteinquader aus dem Kylltal („Kordeler Sandstein“) verwendet, die Steinquader wurden mit in Blei vergossenen Eisenklammern verbunden. Diese Klammern wurden im Mittelalter durch Metalldiebe wieder entfernt, wie die tiefen Löcher in den Quadern belegen; lediglich im Torinneren ist eine einzige Klammer erhalten geblieben. Der zunächst helle Sandstein wurde im Verlauf der Jahrhunderte durch Verwitterung immer dunkler, weshalb das Bauwerk ab dem Mittelalter den Namen „Porta Nigra“ trägt; diese Bezeichnung wird im Jahr 1041 erstmals erwähnt. Zu Ehren des Heiligen Simeon, der hier 1035 als Eremit verstarb, wurde das Tor zur Doppelkirche „St. Simeon“ umgebaut und ein Stift eingerichtet; dabei wurde u.a. der Aufbau des Ostturmes abgebrochen und das Doppeltor bis zum ersten Stockwerk verfüllt. Im Oktober 1804 befahl Napoleon den Rückbau der kirchlichen Anlagen, der bis zum Jahr 1815 dauerte; es blieb lediglich die mittelalterliche Apsis erhalten, die Porta Nigra jedoch hatte wieder ihr römisches Aussehen.

15.) Wartburg in Thüringen

Wartburg in ThüringenDie Wartburg liegt im nordwestlichen Thüringer Wald 411 m üNN auf einem Felssporn rund 220 m über Eisenach; sie ist das Wahrzeichen der Stadt und gehört seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Wartburg wurde 1067 von Ludwig dem Springer gegründet und im Jahr 1080 erstmals schriftlich erwähnt; 1155 begann der Bau des Hauptgebäudes, der Palas gilt heute als der besterhaltene romanische Profanbau nördlich der Alpen. Die Wartburg ist sehr eng mit der deutschen Geschichte verbunden. Mehrere Jahrhunderte diente sie den Familien der Ludowinger und Wettiner als Hauptsitz und galt als Zentrum der deutschen Dichtung, 1206 soll hier der legendäre „Sängerkrieg“ stattgefunden haben; ab dem 15. Jahrhundert war die Wartburg nur noch Nebenresidenz. Bedeutende Bewohner der Burg waren u.a. die Heilige Elisabeth von Thüringen, Martin Luther als „Junker Jörg“ und Johann Wolfgang von Goethe; in den Jahren 1817 und 1848 fanden hier die Wartburgfeste der Studenten statt. Die Bauweise der Wartburg ist eine typische Abschnittsburg, von den ursprünglichen vier Abschnitten sind allerdings nur noch die Vor- und die Hauptburg erhalten; durch An- und Umbauten weist die Burg heute eine Stilmischung aus Romanik, Gotik, Renaissance und Historismus auf. Die wichtigsten Gebäude sind der Palas (u.a. Sängersaal), die Vogtei (Lutherstube) und der Süd- oder Pulverturm mit dem Verlies; von hier reicht der Blick weit über den Thüringer Wald.

16.) Deutsches Eck in Koblenz

Deutsches EckDer Zusammenfluss von Rhein und Mosel ist ein sehr geschichtsträchtiger Ort. Zunächst entstand hier aus dem römischen „Castellum apud Confluentes“ die Stadt Koblenz; nach der Errichtung des Deutschherrenhauses durch Ritter des Deutschen Ordens im 13. Jahrhundert wurde der Mündungsbereich als „Deutscher Ordt“ bezeichnet, woraus sich dann der Name „Deutsches Eck“ entwickelte. Nach dem Tod von Kaiser Wilhelm I. sollte ihm als Dank für die in drei Kriegen erkämpfte Einigung Deutschlands ein Denkmal gesetzt werden; die Entscheidung für den Standort in Koblenz traf 1891 Kaiser Wilhelm II. Für die Errichtung des Monuments wurde ein kleiner Hafen zugeschüttet und die heutige künstliche Landzunge geschaffen. Darauf wurde zwischen 1893 und 1897 der gesamte Komplex mit einer Gesamthöhe von 37 m nach den Plänen des Architekten Bruno Schmitz erbaut, die Kosten von einer Million Mark wurden durch Spenden aufgebracht; die Einweihung erfolgte am 31. August 1897 durch Kaiser Wilhelm II. Das Denkmal besteht aus einem halbkreisförmigen Sockel mit einer 10 m hohen Pfeilerhalle aus Granit, die durch das 14 m hohe Reiterstandbild des Kaisers gekrönt wird. Die Statue wurde am Ende des 2. Weltkrieges abgeschossen; im Jahr 1953 errichtete man stattdessen einen Fahnenmast mit der deutschen Flagge und ernannte das Deutsche Eck zum „Mahnmal der Deutschen Einheit“. Private Spenden ermöglichten eine Rekonstruktion des Reiterstandbildes nach alten Plänen; die Statue wurde am 2. September 1993 auf den Sockel gehoben und der ursprüngliche Anblick war wieder hergestellt.

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