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Sehenswürdigkeiten auf Malta

1.) Boote von Marsaxlokk

Der Hafen von Marsaxlokk wurde bereits in der Antike von den Römern und den Phöniziern als Haupthafen benutzt und noch heute wird der Hafen von vielen Transportschiffen angelaufen. Bei den Touristen ist der Hafen von Marsaxlokk als Fotomotiv sehr beliebt und zwar aufgrund der unzähligen bunt bemalten Fischerboote. Der Fischmarkt und die Fischerboote sind auch eines der beliebtesten Postkartenmotive von Malta.

Die Bauweise dieser Boote hat eine lange Tradition und wurde von den Phöniziern übernommen. Genannt werden die Boote Luzzus. Die Luzzus werden bunt bemalt, meistens sind die Längsstreifen aus den Primärfarben Rot, Blau und Gelb. Zusätzlich werden am Bug Augen und zwar das Osiris- und das Horusauge aufgemalt. Die Fischerboote werden noch heute von den Fischern zum täglichen Fischfang benutzt und damit sie wieder unversehrt den Hafen erreichen, werden diese Boote häufig auf den Namen von christlichen Heiligen getauft. Da die Boote bei den Touristen beliebt sind, erhalten die Fischer von der Regierung Zuschüsse für den Unterhalt ihrer Luzzus. Einige der modernen Ausflugsboote für die Touristen entsprechen in der Bauweise den traditionellen Luzzus.

2.) Azure Window

Azure Window auf MaltaAuf Gozo, der zweitgrößten Insel der maltesischen Inselgruppe, befindet sich das Azure Window oder Zerka Tor. Das Azure Window gehört zu den außergewöhnlichen Natursehenswürdigkeiten an der Westküste der Insel Gozo. Das Azure Window ist eine große Felsformation von 100 Metern Länge und einer Höhe von 20 Metern. Diese Felsen wurden vor Millionen Jahren gebildet, als zwei Kalkstein Höhlen einstürzten. Heute bilden die Felsen einen natürlichen Bogen, der einem großen Tor oder Fenster ähnelt.

Fischer bieten den Touristen Fahrten mit ihren Booten zum Azure Window oder Zerka Tor an. Durch eine kleine Öffnung hinter dem Kliff ist es möglich in den Dwerja Salzsee zu fahren, der von den Fischern als natürlicher Hafen genutzt wird und von dort kann auf einer Fahrt durch Grotten das Azure Window mit dem Boot erreicht werden. Besonders schön ist der Anblick bei Sonnenuntergang. In der Nähe befindet sich eine kleine alte Kirche. Die Tauchgründe rund um diese Felsen sind bei den Tauchern sehr beliebt.

3.) Fungus Rock

Der Fungus Rock, der auf maltesisch auch Il-Gebla tal-General genannt wird, ist eine kleine Felseninsel und befindet sich im Nordwesten in der Nähe der Dwejra Bay vor Gozo, der zweitgrößten maltesischen Insel. Der Fungus Rock ist ein Kalksteinblock mit einer Höhe von etwa 65 Metern. Der unbewohnte Felsen erhielt seinen englischen Namen nach der auf dem Fels wachsenden Pflanze, die zu Beginn irrtümlich als Pilz angesehen wurde. Den maltesischen Namen erhielt die Felsinsel von dem Entdecker dieser Pflanze, es war ein Mitglied des Malteserordens. Bei der Pflanze handelt es sich um den Malteserschwamm oder “Cynomorium Coccineum“. Es ist der einzige Platz auf Malta an der die parasitisch lebende Pflanze wächst. Eingesetzt wurde die Pflanze vom Malteserorden zur Blutstillung und im 17. Jahrhundert wurde ein Aphrodisiakum aus den Extrakten angefertigt und an Fürstenhäuser verkauft. Heute ist bekannt, dass die Pflanze keinerlei Heilkräfte besitzt. Nur Mitglieder des Malteserordens hatten Zugang zur Insel und zur Überwachung wurde ein Wachtturm in der Dwejra Bay benutzt.

Seit 1992 ist der Fungus Rock ein Naturschutzgebiet. Touristen dürfen die Insel nicht betreten. Fungus Rock darf nur zu wissenschaftlichen Zwecken oder zu Lehrzwecken erstiegen werden. In der Nähe des Fungus Rock befinden sich die Blue Hole und der Inland Sea, die bei Tauchern sehr beliebt sind.

4.) Comino

CominoComino ist eine kleine Insel, die zwischen den beiden großen Inseln Gozo und Malta liegt. Sie ist nur etwa drei Quadratkilometer groß. Den Namen erhielt die Insel im Mittelalter, als auf der Insel viele Menschen lebten und Kümmel anbauten. Heute befinden sich auf der Insel ein Hotel, eine Polizeistation und eine kleine Kirche. Zusätzlich stehen auf Comino noch der Santa Marija Tower und eine ehemalige Quarantänestation. In dieser Quarantänestation leben die drei ständigen Bewohner der Insel. Der Santa Marija Tower wurde im Jahre 1618 gebaut, um die Insel vor Piraten und vor den Türken zu schützen.

Die Küste der Insel ist von Höhlen durchsetzt und fällt fast überall steil ab. Diese Höhlen waren ein beliebter Schlupfwinkel der Piraten. Bekannt auf Comino ist die Blaue Lagune, die sich nordwestlich befindet und die Insel Comino von dem vorgelagerten Riff Cominotto trennt. Das Wasser in der Lagune ist glasklar und schillert in den unterschiedlichsten Türkistönen bis hin zum dunklen Blau. Das faszinierende Naturschauspiel ist am besten vom Land aus zu sehen.

5.) Clapham Junction

Clapham Junction ist auch unter dem Namen Misrah Ghar il-Kbir bekannt und liegt etwa zwei Kilometer östlich von Dingli auf Malta. Es ist ein sehr großes Gebiet aus Kalkstein, welches von Schleifspuren, die an Eisenbahnschienen erinnern, durchzogen ist. Ein Engländer erinnerte sich beim Anblick der Spuren an den Londoner Bahnhof “Clapham Junction“ und gab diesem Gebiet den Namen. Die Rillen sind parallel und liegen zwischen 110 bis zu 140 Zentimeter auseinander, die Tiefe der Rillen beträgt etwa 50 Zentimeter. Teilweise kreuzen sich die Spuren und einige verzweigen, wie es bei Eisenbahnschienen der Fall ist. Solche Spuren sind auf ganz Malta und auch auf Gozo zu finden, allerdings sind die Rillen von Clapham Junction am eindruckvollsten.

Bisher ist das Gebiet nicht erforscht und die Entstehung der Spuren ist umstritten. Die Zeitangabe der Archäologen für die Entstehung differiert von 2000 v. Chr. bis etwa 800 v. Chr. Es wird u.a. behauptet, dass es sich bei den Rillen um Schleifspuren handelt, die durch die Beförderung von Gütern auf Schlitten entstanden sind. Andere behaupten, dass es sich um Gleise für Karren handelt, die in den Untergrund eingearbeitet wurden. Die dritte Version meint, dass es sich um ein Bewässerungssystem handelt. Alle Behauptungen konnten widerlegt werden. Zurzeit finden neue Studien, die vom Heritage Malta gesponsert werden, statt.

6.) Rotunda von Mosta

Die Stadt Mosta liegt nordwestlich im Zentrum der Insel Malta. Von 1833 bis 1871 wurde hier die Maria-Himmelfahrts-Kirche, die unter dem Namen Rotunda bekannt ist, von der Bevölkerung der Stadt und sechs Baumeistern erbaut. Beeinflusst ist der Bau vom Pantheon in Rom. Die Kirche wurde um die existierende Kirche herum gebaut und nachdem der Bau fertigt gestellt war, wurde die alte Kirche im Inneren zerstört. Die Kuppel besitzt einen Durchmesser von 39 Metern und ist nach dem Pantheon, der Kirche Santa Maria del Fiore in Florenz und dem Petersdom in Rom die viertgrößte Kirchenkuppel weltweit. Entworfen wurde die Rotunda von Mosta von dem maltesischen Baumeister Grognet de Vassé. Die Kirche bietet etwa 12.000 Personen Platz und ist im Innenraum in den Farben Weiß, Blau und Gold gehalten.
Im zweiten Weltkrieg durchschlug eine Bombe die Kirchenkuppel. Die Bombe detonierte aber nicht und verletzte niemanden, welches als Wunder angesehen wurde. Zu diesem Zeitpunkt sollen sich über 300 Personen in der Kirche aufgehalten haben. Die Armee ließ die Bombe außerhalb der Kirche detonieren. Eine Kopie der Bombe kann in der Sakristei besichtigt werden.

7.) Dingli Cliffs

Dingli Cliffs auf MaltaDie Dingli Cliffs liegen an der Küste in der Nähe des Ortes Dingli. Benannt wurde der Ort nach dem Engländer Sir Thomas Dingley, der hier im 16. Jahrhundert wohnte. Die Dingli Cliffs sind eine Klippenformation, die sich bis zu einer Höhe von 250 Metern erheben und steil zum Meer abfallen. Am Klippenrand steht die St. Magdalena Kapelle, die leider für Besucher nicht zugänglich ist. Aber die Steinbänke in der Nähe der Kapelle laden zum Ausruhen ein. An dieser Stelle fallen die Klippen stufenweise zum Meer ab und etwas unterhalb der Klippen und oberhalb der Küste befindet sich ein Felsplateau, welches für Landwirtschaft genutzt wird.
Weiter in südöstlicher Richtung fallen die Klippen steil zum Meer ab und zeigen ein imposantes Landschaftsbild. Eine Wanderung durch dieses Gebiet lohnt sich schon allein wegen des atemberaubenden Ausblicks zum Meer. Zu sehen ist in der Nähe auch eine kuppelförmige Anlage der maltesischen Flugsicherung, die ehemals von der Royal Air Force als Radaranlage benutzt wurde.

8.) Hypogäum von Hal-Saflieni

Zu den größten Schätzen Maltas gehört das Hypogäum von Hal-Saflieni. Durch Zufall wurde das Hypogäum im Jahr 1902 beim Bau einer Zisterne entdeckt und mit der Erforschung der unterirdischen Geheimnisse begann als erster der Jesuitenpater Sir Zammit. Das Hypogäum von Hal-Saflieni gehört zu den ältsten bisher bekannten Kultstätten Europas. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Hypogäum älter als die ägyptischen Pyramiden ist und es gehört zum unersetzlichen Kulturgut der Menschheit. Die UNESCO setzte es 1980 auf die Liste des Weltkulturerbes.
Gebaut wurde das Hypogäum von Hal-Saflieni etwa um 3800 bis 2500 v. Chr. im Neolithikum. Es handelt sich um einen unterirdisch genutzten Tempel oder eine Kultstätte in der Stadt Paola. In den Höhlen befinden sich mehr als 7000 menschliche Skelette. Es ist in einer Art Labyrinth, welches über drei Etagen auf etwa 500 Quadratmeter erbaut wurde. In dem Labyrinth befinden sich unterirdische Gänge, Nischen und Hallen. Die oberste Etage befindet sich in Höhe der Straße, die beiden anderen Etagen liegen unter der Erde. Die Decken und Wände sind mit ockerfarbenen Malereien verziert. Die berühmteste Skulptur ist die “Schlafende Dame“, die im Archäologischen Museum von Malta zu besichtigen ist. Besichtigungen der Anlage sind in beschränktem Maße möglich.

9.) Anchor Bay

Im Nordwesten Maltas liegt die Bucht Anchor Bay. Bekannt wurde der kleine Ort Anchor Bay erst, nachdem der Regisseur Robert Altman um 1980 seinen Film Popeye dort drehte. Für den Film entstanden hier die Kulissen für das Piratendorf “Sweethaven“ aus Plankenwagen und Holzhäusern. Diese Kulissenstadt, die auch “Popeye Village“ genannt wird, wurde zum Vergnügungspark umgebaut. Popeye ist eine bekannte Zeichentrickfigur, die von Elzie Segar im Jahr 1929 entworfen wurde. Die Geschichte zum Film, der in Anchor Bay gedreht wurde, schrieb Jules Fieffer und der Produzent war Robert Evens. Die Hauptrolle des Seemanns Popeye spielte Robin Williams.
Die Atmosphäre ist für Kinder und Jugendliche ideal. Die Zeichentrickfiguren des Films Popeye unterhalten die Kinder und werden von den Animateuren gespielt. Es werden Bootsfahrten angeboten, es gibt Wasser Trampolins, Badedecks und einen Strand. Die Kinder können in Santa’s Toy Town den Elfen beim Herstellen der Spielsachen zusehen. Restaurants und Bars sorgen für das leibliche Wohl.

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