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Sehenswürdigkeiten in Marokko

1.) Volubilis

Eine der bedeutendsten archäologischen Stätten in Marokko ist Volubilis - nicht umsonst steht diese sogar auf der Kulturerbeliste der UNESCO. Hierbei handelt es sich um eine römische Ausgrabungsstätte - wer sich für die Geschichte und Kultur des Landes interessiert, ist hier genau richtig. Die meisten der Sehenswürdigkeiten in Volubilis nämlich sind bestens erhalten. Auf einer Gesamtfläche von etwa 40 Hektar bekommt man hier einen guten Einblick in die einstige Lebensweise der Römer in Nordafrika. Volubilis war Hauptstadt der römischen Provinz Mauretania Tingitana. Nicht versäumen sollte man hier eine Besichtigung der Basilika und des Kapitols und auch die gut erhaltenen Thermen sind einen Besuch wert. Absolutes Highlight aber sind die zahlreichen Bodenmosaike - ein antikes Freilichtmuseum der Antike also, welches man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. Der Caracalleboge, ein Triumphbogen aus dem 3. Jahrhundert, ist ebenfalls ein beliebtes Fotomotiv.
Volubilis befindet sich etwa drei Kilometer von Mulay Idris entfernt, am Fuße des Berges Djebel Zerhoun. In der Blütezeit der Stadt lebten hier immerhin 10.000 Menschen. Mitte des 3. Jahrhunderts allerdings wurde die Stadt von den Berbern eingenommen.

2.) Aït-Ben-Haddou

Im Südosten von Marokko befindet sich Aït-Ben-Haddou - ein beliebtes Ausflugsziel vor allem für Touristen. Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes Ksar - so werden in Marokko befestigte Dörfer bezeichnet. Aït-Ben-Haddou liegt imposant am Fuße des Hohen Atlas auf einer Höhe von 1.300 Metern. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch dieses Dorfes daher in den Abendstunden, wenn die Lehmhäuser eindrucksvoll von der Sonne angestrahlt werden und beinahe mit den Felsen zu verschmelzen scheinen. Bei diesen Lehmbauten handelt es sich um sogenannte Wohnburgen, die teilweise ineinander verschachtelt sind und so recht imposant anmuten. Nicht umsonst diente Aït-Ben-Haddou bereits als Kulisse für etliche Filme, unter anderem für das Epos "Gladiator" mit Russell Crowe in der Hauptrolle. "Die letzte Versuchung Christi" und "Lawrence von Arabien" sind weitere Filme, welche in Aït-Ben-Haddou gedreht wurden. Auch steht dieses Dorf bereits seit dem Jahr 1997 auf der Kulturerbeliste der UNESCO. Wie lange man allerdings noch Freude an diesem Freilichtmuseum haben wird, ist fraglich, denn die Lehmbauten sind aufgrund der Witterung stark gefährdet. Erkunden kann man dieses Dorf heute auf eigene Faust, der Eintritt zum ehemaligen Berberdorf ist kostenfrei.

3.) Koutoubia-Moschee

Koutoubia-Moschee in MarrakeschDie Koutoubia-Moschee ist nicht nur die größte Moschee in Marrakesch, sondern auch die älteste Moschee in ganz Marokko. Besonders das 70 Meter hohe Minarett dieser Moschee aus Sandstein ist ein beliebtes Fotomotiv - in den Abendstunden wird dieses eindrucksvoll beleuchtet und ist dann noch aus 30 Kilometern Entfernung sichtbar. Doch nicht nur das Minarett ist hier sehenswert, auch die Innenräume sollte man sich nicht entgehen lassen. Gegliedert ist der Bau in insgesamt 17 Langschiffe - neben einigen Stuckverzierungen allerdings ist der Innenraum kaum geschmückt. So ist gewährleistet, dass die Gläubigen nicht in ihren Gebeten gestört werden. Nicht-Muslime übrigens haben keinen Zutritt zur Moschee.
Erbaut wurde dieses Gotteshaus in der Mitte des 12. Jahrhunderts. Ihren Namen verdankt die Moschee der Tatsache, dass rund um die Moschee einst ein reger Handel mit Schriftrollen stattfand. Wörtlich übersetzen könnte man den Namen des Gotteshauses mit "Moschee des Buchhandels". Ein anderer Name für die Koutoubia-Moschee lautet "Goldäpfel-Moschee", denn die Spitze des Minaretts ist mit zahlreichen goldenen Kugeln verziert. Die Moschee findet man recht schnell, denn sie befindet sich zentral in Marrakesch auf dem Djemaa-el-Fna Platz. Am Fuß der Moschee befindet sich zudem ein palmengesäumter Park, der zum Bummeln und Spazieren einlädt.

4.) Casablanca

Die Stadt Casablanca ist den meisten sicher hauptsächlich durch gleichnamigen Film mit Humphrey Bogart und Audrey Hepburn in den Hauptrollen bekannt. Heute ist Casablanca mit knapp 3,7 Millionen Einwohnern die größte Stadt von Marokko und ein beliebtes Touristenziel. Doch was kann man in dieser Stadt alles entdecken?
Hauptsehenswürdigkeit von Casablanca ist die Hassan II.-Moschee - die fünftgrößte Moschee der Welt. Immerhin bis zu 25.000 Menschen haben im Innenraum Platz. Auch die Kathedrale Sacre Coeur aus dem Jahr 1930 jedoch ist ein echter Touristenmagnet und sollte bei einem Urlaub in der Stadt besichtigt werden. Auch einige Museen gibt es in der Stadt - besonders interessant ist das Jüdische Museum und auch die "Villa des Arts" mit ihrer Ausstellung zeitgenössischer Kunst wird gerne besucht. Der Hauptplatz der Stadt ist der Mohammed-V.-Platz, welcher vor allem für den hier befindlichen Springbrunnen bekannt ist. Darüber hinaus kann man in der Stadt natürlich noch zahlreiche andere Sehenswürdigkeiten entdecken. Geprägt sind die - eher wenigen - altertümlichen Bauwerke vom französischen Kolonialismus. Ansonsten ist Casablanca eher eine moderne Großstadt, in welcher man durchaus auch Hochhäuser entdecken kann. Nicht versäumen sollte man in Casablanca einen Besuch von Medina, der arabischen Neustadt. Moderne Architektur und traditionelle arabische Bauten verbinden sich hier auf eine beeindruckende Art und Weise. Weiterhin ist Casablanca als größte Stadt von Marokko natürlich auch das wirtschaftliche Zentrum des Landes; hier befindet sich auch der größte Hafen von Nordafrika.

5.) Hassan-II.-Moschee

Die Hassan II.-Moschee ist die fünftgrößte Moschee der Welt und befindet sich in der marokkanischen Stadt Casablanca. Das Minarett dieses Gotteshauses ist immerhin 210 Meter hoch und damit höchstes religiöses Gebäude der Welt. Auch dieses Minarett ist eindrucksvoll mit mächtigen Goldkugeln verziert - die schwerste dieser drei Kugeln hat einen Durchmesser von immerhin knapp vier Metern. Auf das Minarett selbst gelangen Besucher bequem mit dem Aufzug - oben angekommen, bietet sich ein traumhafter Panoramablick bis hin zum Atlantik. Auch der Innenraum der Hassan-II.-Moschee ist wahrlich imposant und beeindruckend. Hier sprechen die Zahlen für sich: immerhin 124 Brunnen und 25.000 Säulen verzieren den Innenbereich der Moschee.
Fertiggestellt wurde die Moschee erst im Jahr 1993 - zum Geburtstag des Propheten Mohammed. Errichtet wurde diese Moschee auf den Klippen über dem Meer. Ein Laserstrahl zeigt von der Moschee aus direkt zur Moschee nach Mekka, dem größten Gotteshaus der Welt.
Die Hassan-II.-Moschee ist jedoch nicht nur ein Bauwerk für sich, vielmehr umfasst der gesamte Bereich der Moschee eine Fläche von immerhin neun Hektar - sowohl eine Islamische Schule als auch ein Schwimmbad, Hammams und ein Museum der marokkanischen Geschichte befinden sich auf diesem Areal.

6.) Altstadt von Meknès

Meknès, eine Stadt mit etwa 500.000 Einwohnern, gehört zu einer der vier Königsstädte Marokkos. Geteilt wird die Stadt durch den Fluss Boufekrane - somit besteht Meknès aus zwei Stadtteilen, wobei die Altstadt natürlich sehenswerter ist. Eines der Wahrzeichen der Stadt ist das auf dem Platz EI Hedim befindliche Tor Bab EI Mansour - hierbei handelt es sich um das berühmteste Tor Marokkos. Dieses stammt aus dem Jahr 1732 und ist deshalb von so großer Bedeutung, weil hier früher Gerichtsverhandlungen abgehalten wurden und die Köpfe der Hingerichteten ausgestellt wurden. Ebenfalls auf dem Platz EL Hedim befindet sich eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt, der Palast Dar Jamai. In diesem ist heute das Museum für Marokkanische Volkskunst untergebracht. Natürlich gibt es auch in dieser Stadt einige interessante Gotteshäuser. Älteste Moschee der Stadt ist die Moschee Nejjarine aus dem 10. Jahrhundert.
Nicht nur die imposanten Bauten der Stadt jedoch werden von Touristen gerne besucht, auch die Lebensmittelhallen sind durchaus interessant. Hier nämlich wird frisches Obst und Gemüse fein säuberlich gestapelt und zum Verkauf angeboten. Oliven und typische afrikanische Gewürze sind weitere Spezialitäten, die man hier erwerben kann.
Zu guter Letzt sollten auch die aus Meknès stammenden Weine nicht unerwähnt bleiben, immerhin liegt die Stadt in einem landschaftlich sehr ertragreichen Gebiet. Das gesunde und milde Klima sorgt dafür, dass hier exzellente Weine angebaut werden können. Die beiden bekanntesten Marken sind Ksar Guerrouane und Les Trois Domaines - diese sind durchaus mit französischen Landweinen vergleichbar.

7.) Todra Gorge

Todra GorgeAls Todra Gorge wird ein Canyon in Marokko bezeichnet, der hauptsächlich für alle Naturliebhaber ein lohnendes Ausflugsziel ist. Jedoch kommen auch Aktivurlauber hier durchaus auf ihre Kosten, denn die hohen Felswände sind ein wahres Eldorado vor allem für Kletterer. An der schmalsten Stelle ist die Schlucht gerade einmal zehn Meter breit, aber dafür bis zu 350 Meter hoch - wahrlich ein grandioser Ausblick. Jedoch muss man nicht unbedingt Profi sein, um im Todra Gorge klettern zu können, denn hier stehen Parcours für nahezu alle Schwierigkeitsstufen zur Verfügung. Ein besonders bekannter Felsen in der Schlucht, welcher gerne von Kletterern bezwungen wird, ist der 300 Meter hohe Pelier du Couchant. Da der Todra Gorge nahezu vollständig von der Wüste eingeschlossen wird, empfiehlt sich eine Kameltour durch diese karge Landschaft als Ausgleich zum Klettern unbedingt. Doch nicht nur karge Wüstenlandschaften findet man unweit des Todra Gorge. Eine besonders bedeutende Stadt, die sich unmittelbar in der Todra Schlucht befindet, ist Tinghir. Diese ist bekannt für ihre üppigen Palmengärten - ein schöner Kontrast zu der kargen Wüstenlandschaft und den staubigen Felsen.

8.) Djemaa el Fna

Als Djemaa el Fna wird der zentrale Marktplatz in Marrakesch bezeichnet - idealer Startpunkt für eine ausgedehnte Stadtbesichtigung. Übersetzt man den Platz dieses Namens aus dem Arabischen ins Deutsche, könnte dies so viel lauten wie "Versammlung der Toten". Diese Bezeichnung ist der Tatsache geschuldet, dass auf diesem Platz früher Hinrichtungen stattfanden und die Köpfe der Toten hier zur Schau gestellt wurden.
Heute ist der Platz ein Treffpunkt für Einheimische und Touristen gleichermaßen. Besonders in den Abendstunden ist hier einiges los, denn dann kommt es zu einem bunten Treiben von Gauklern und Schlangenbeschwörern. Gerne wird der Djemaa el Fna auch als größtes "Freiluftrestaurant der Welt" bezeichnet, denn hier werden vor den Augen der Passanten die leckersten Speisen frisch zubereitet. Tagsüber wird das Bild des Platzes bestimmt von Schaustellern und fahrenden Händlern - hier können Touristen das typisch marokkanische Leben sehr gut erleben.

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