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Sehenswürdigkeiten in Portugal

1.) Convento de Cristo in Tomar

Das Christuskloster in Tomar wurde um 1160 vom Templer-Orden an der christlich-muslimischen Grenze zu den Mauren in Portugal errichtet. Im Verlauf des späten 12. Jahrhunderts wurde es zum Hauptquartier des Ordens in der Region. Nach dem Untergang der Templer wurde die Klosterfestung im Jahr 1357 als „Convento da Ordem de Cristo“ - Kloster des Ordens von Christus - zum Hauptquartier ihrer portugiesischen Nachfolgeorganisation - des „Christusorden“.
Die Ausbauten, um die ursprüngliche Rundkirche nach dem Vorbild der Heilig-Grab-Rotunde in Jerusalem herum, wurden über fünf Jahrhunderte immer wieder erweitert. Auf diese Weise wurde aus der ehemaligen Templer-Festung ein Schaustück der architektonischen Stile in Portugal. Eine Besonderheit der Klosterkirche stellen die insgesamt acht Kreuzgänge dar, deren bemerkenswertester eine zweistufige, perfekt symmetrische Struktur aus dem 12. Jahrhundert ist. Die anderen Kreuzgänge stammen aus dem 15. Und 16. Jahrhundert und zeigen jeweils unterschiedliche Architekturstile wie den gotischen und den manuelinischen Stil oder den portugiesischen Manierismus.
Seit dem Jahr 1983 gehört die gesamte, heute als Museum genutzte Klosteranlage zum UNESCO-Weltkulturerbe.

2.) Wallfahrtsort Fátima

Etwas über einhundert Kilometer nördlich von Lissabon liegt der Wallfahrtsort Fátima. Er gilt noch vor dem portugiesischen Jakobsweg als wichtigste Anlaufstelle für Pilger in Portugal, die sich dort eine wundersame Heilung ihrer Gebrechen erhoffen. Der Name des Ortes mit seinen etwa neuntausend-fünfhundert Einwohnern leitet sich von einer maurischen Fürstentochter ab, die sich im 12. Jahrhundert aus Liebe zu einem christlichen Grafen der Legende nach taufen ließ und zum Christentum konvertierte. Ihr zu Ehren wurde der Ort ihrer letzten Ruhestätte von ihren Nachkommen nach ihr benannt.

Seine große Bedeutung als Wallfahrtsort erlangte Fátima im Jahr 1917 durch eine Marienerscheinung. Am 13. Mai des Jahres erschien der Erzählung nach drei Hirtenkindern eine wundersame Frauengestalt auf offenem Feld. Die als Jungfrau von Fátima bekannte Erscheinung wies die Kinder an, sich an jedem 13. eines Monats wieder dort einzufinden. In den darauf folgenden Monaten fanden sich immer mehr Menschen ein, um die Geschichte der Kinder mit eigenen Augen zu überprüfen und so wurden am 13. Oktober 1917 ungefähr siebzigtausend Menschen Zeuge eines Sonnenwunders. Bei einer dritten Erscheinung soll die Jungfrau von Fátima den Kindern schließlich Geheimnisse anvertraut haben, von denen eines als Vorhersage des Papstattentates vom 13. Mai 1981 gedeutet wurde.

Heutzutage finden mehr als vier Millionen Pilger jährlich ihren Weg zum Ort des Wunders und er gilt als einer der wichtigsten Wallfahrtsorte des katholischen Glaubens.

3.) Torre dos Clérigos in Porto

PortugalDer Glockenturm der Clérigos-Kirche der portugiesischen Stadt Porto ist mit sechsundsiebzig Metern Höhe der höchste Kirchturm Portugals und gilt als eine der schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. In seinem Inneren führen zweihundert-fünfundzwanzig Stufen über sechs Stockwerke hinauf zur Turmspitze. Es ist gegen eine Gebühr sogar erlaubt, den Turm zu besteigen und den weiten Blick vom Wahrzeichen der Stadt und Nationaldenkmal Portugals aus zu genießen.
Erbaut wurde der Glockenturm nachträglich zwischen 1754 und 1763 unter der Leitung des Italieners Niccolò Nasoni, nachdem dieser zuvor auch die eigentliche Kirche im Barockstil entworfen und ihren Bau beaufsichtigt hatte. Der Architekt und Maler schuf neben diesem Bauwerk noch zahlreiche weitere Werke im nördlichen Portugal des 18. Jahrhunderts. In Porto selbst war er verantwortlich für den Bau der Misericórida-Kirche, des erzbischöflichen Palastes und der Loggia der Kathedrale von Porto. Er wurde selbst Teil der Bruderschaft des Clérigos und seinem Wunsch entsprechend in der Krypta der Clérigos-Kirche bestattet.

4.) Palácio Nacional da Ajuda in Lissabon

Der portugiesische Nationalpalast in Lissabon ist ein klassizistisches Bauwerk, mit dessen Konstruktion bereits 1795 begonnen wurde. Die Fertigstellung des mehrfach überarbeiteten und stilistisch veränderten Palastes erfolgte jedoch erst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Königliche Residenz war das Gebäude daher nur in der vergleichsweise kurzen Zeitspanne von 1861 bis 1910 ab dem Beginn der Regentschaft von König Ludwig I. von Portugal. Ursprünglich entworfen und begonnen im barocken Rokoko-Stil vom Architekten Manuel de Sousa, litt der Bau des Palastes immer wieder unter Schwierigkeiten bei der Finanzierung und unter politischen Krisen, wie der französischen Invasion von 1807, bei der die portugiesische Königsfamilie ins Exil nach Brasilien fliehen musste. Fertiggestellt wurde der Bau schließlich nach den Plänen und unter der Aufsicht der Architekten José da Costa e Silva und Francisco Fabri im klassizistischen Stil. Nachdem der Palast als Sitz der Königsfamilie in Betrieb genommen worden war, übernahm der Hof-Architekt Joaquim da Silva die letztendliche Aus- und Umgestaltung der Räume und passte die Einrichtung den erhöhten Ansprüchen an Komfort und Hygiene des 19. Jahrhunderts an.
Seit dem Jahr 1968 ist der einstige Königspalast ein Museum, in dem die ursprüngliche Einrichtung, Möblierung und Dekoration aus dem 18. Und 19. Jahrhundert mit Seidentapeten, Sèvres-Porzellan und Kristallleuchtern am Leben erhalten wird. Aber auch besonders wichtige Staatsempfänge und Zeremonien werden vom Präsidenten Portugals weiterhin hier abgehalten.

5.) Ponte Vasco da Gama in Lissabon

Die Vasco-da-Gama-Brücke über den Fluss Tejo in Lissabon ist eine der längsten Brücken der Welt und die längste Brücke Europas. Sie besteht aus einer Schrägseilbrücke als Öffnung für den Schifffahrtsverkehr mit einer Durchfahrtshöhe von maximal fünfundvierzig Metern und einem beinahe zehn Kilometer langen Brückenzug auf Betonpfeilern. Die als „Wahrzeichen des modernen Portugal“ geltende Brücke wurde 1998 pünktlich zur Weltausstellung in Lissabon fertiggestellt. Ihre sechsspurige Fahrbahn entlastete die bis dahin einzige Brücke im Mündungsdelta des Tejo - die Ponte 25. de Abril - und stellte eine dringend benötigte Direkt-Verbindung zu den Städten südlich des Flusses, dem Flughafen und dem Gelände der EXPO 98 her.
Benannt ist die Brücke nach dem portugiesischen Seefahrer Vasco da Gama, dessen Entdeckung eines Seeweges nach Indien von 1498 sich zur Fertigstellung zum fünfhundertsten Mal jährte. Seine Reisen begründeten das Monopol Portugals im Gewürzhandel und somit die Vormachtstellung dieser Nation als Kolonialmacht des 16. Und 17. Jahrhunderts. Mit der Benennung ehrte die Nation also einen der berühmtesten Söhne ihres Landes.

6.) Torre de Belém in Lissabon

Als eines der Wahrzeichen der Stadt Lissabon und seit 1983 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes steht der Turm von Belém heute an der Mündung des Flusses Tejo und seine oberste, freiliegende Etage dient in fünfunddreißig Metern Höhe als Aussichtsplattform. Das Bauwerk im reichverzierten, manuelinischen Stil hat, als eines der wenigen Beispiele für diese architektonische Stilrichtung, das Erdbeben von Lissabon von 1755 überstanden und gilt seit jeher als Schutzsymbol der Seefahrer - symbolisiert durch die sogenannte „Statue Unserer Lieben Frau der sicheren Heimkehr“, die aufs Meer hinaus blickt.
Erbaut wurde der Festungsturm zwischen 1515 und 1521 im Auftrag des damalige Königs Manuel I. auf einer Felseninsel inmitten der Flussmündung. Er war Teil einer Verteidigungsanlage für das Flussdelta aus drei vergleichbaren Festungen und diente als Leucht- und Wachturm, danach als Zoll-Kontrollpunkt und schließlich auch als Telegrafenstation. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde er sogar kurzzeitig zum Gefängnis für politische Gefangene umfunktioniert. Bemerkenswert ist der Turm von Belém heute auch wegen der ersten, bildlichen Darstellung eines Nashorns in Europa auf seiner Nordwestseite. Die Plastik wurde inspiriert durch ein 1515 von Afonso de Albuquerque aus Indien eingeführtes Panzernashorn und diente später Albrecht Dürer als Vorlage für seinen Holzschnitt „Rhinozeros“.

7.) Cristo Rei in Almada

Cristo Rei in AlmadaDie achtundzwanzig Meter hohe Statue „König Christus“ ist eines der höchsten Denkmäler Portugals und blickt vom Südufer des Flusses Tejo aus über die Brücke „Ponte 25 de Abril“ auf die Hauptstadt Lissabon. Der zweiundachtzig Meter hohe Sockel erhebt sich auf einer Anhöhe von etwa hundertzehn Metern über dem Fluss und kann über einen Aufzug erreicht werden. Von der Plattform am Fuß der eigentlichen Statue aus hat man einen hervorragenden Ausblick über den Tejo, Lissabon und Almada.
Inspiriert wurde das Monument vom brasilianischen „Cristo Redentor“ in Rio de Janeiro. Bei einem Besuch der Stadt im Jahr 1934 beeindruckte diese Statue Manuel Cerejeira, den Kardinal-Patriarchen von Lissabon. Sein Vorschlag wurde vom portugiesischen Klerus 1940 akzeptiert und sie gelobten, die Statue als Dank zu errichten, sollte Portugal von den Folgen des Zweiten Weltkrieges verschont bleiben. Der Bau der Skulptur begann 1949 und dauerte rund zehn Jahre. Die Statue selbst wurde vom portugiesischen Bildhauer Francisco de Sousa geschaffen und der Sockel entstand nach einem Plan des Architekten António Lino. Eingeweiht wurde das gesamte Monument am 17. Mai 1959 unter anderem vom Erzbischof von Rio de Janeiro im Beisein von dreihunderttausend Schaulustigen.

8.) Kathedrale von Porto

Die Hauptkirche der Stadt Porto überblickt, von einem massiven Granitfelsen - dem Hügel „Pena Ventos“ - in der Altstadt aus, die zweitgrößte Metropole Portugals. Von der Grundsteinlegung Anfang des 12. Jahrhunderts an lassen sich der Bau und die Erweiterung des Gotteshauses in drei Phasen unterteilen.
Ursprünglich im romanischen Stil mit einer Doppelturmfassade, Rosettenfenster und einem Langhaus errichtet, weist das Gebäude auch heute noch einen gewissen Festungscharakter auf. Im 14. Jahrhundert wurde ihr ein Kreuzgang im gotischen Stil hinzugefügt und im 17. Und 18. Jahrhundert erfuhr die Kathedrale schließlich umfangreiche Erweiterungen und Erneuerungen. Der gesamte Chor des Bauwerkes wurde im 17. Jahrhundert durch einen Neubau ersetzt. Danach wurde die Fassade erneuert und umgebaut und der Architekt Niccolò Nasoni schuf eine Loggia für die Nordfassade. Doch trotz aller Änderungen blieb der trutzige, romanische Charakter der Kirche erhalten.
Im starken Kontrast zur prunkvollen Fassade der Kathedrale steht die schlichte Ausgestaltung des Innentraumes. Die bemerkenswerte Ausnahme von dieser Regel bilden allerdings Innenelemente wie die Altäre der Sakramentskapelle, die im Verlauf von einhundert Jahren kunstvoll vergoldet oder versilbert wurden. Darüber hinaus finden sich im gotischen Kreuzgang aus dem 14. Jahrhundert prächtige Kachelbilder aus blau-weißen Azulejos und in der „Capela de Sào Vicente“ dahinter eine Verkleidung mit vergoldeten Wandtafeln.

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