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Sehenswürdigkeiten in Ungarn

1.) Schloss Gödöllö in Gödöllö

In Gödöllö, nur wenige Kilometer von der ungarischen Hauptstadt Budapest entfernt, steht, umgeben von einer herrlichen Parklandschaft, das als „Sissi-Schloss“ bekannte, prachtvoll restaurierte Sommerschloss der ungarisch-österreichischen Kaiserin Elisabeth und ihres Gemahls Kaiser Franz Josef. Der Habsburger Monarch Franz Josef und seine Frau bekamen das Barockschloss am 8. Juni 1867 anlässlich ihrer Krönung zum König und zur Königin von Ungarn in Budapest als Geschenk überreicht. Schloss Gödöllö wurde in den darauffolgenden Jahren ein gern besuchter Zufluchtsort der Kaiserin, die bald die ungarische Sprache erlernte und bevorzugt ungarische Hofdamen beschäftigte. Das imposante Gebäude wurde ursprünglich aber schon zu den Zeiten Maria Theresias errichtet, und von dieser im Jahre 1751 selbst genutzt. Den Tagebuchaufzeichnungen der als „Sissi“ beim Volk sehr beliebten Kaiserin zufolge, hat diese in dem Schloss in Gödöllö über 2000 Nächte verbracht. Darüber hinaus hegte sie eine enge Beziehung zu dem ungarischen Grafen Gyula Andràssy, mit dem man ihr ein Verhältnis unterstellte, was aber nie bewiesen werden konnte. Die aus dem Hause Wittelsbach stammende Sissi wurde am 24. Dezember 1837 in München geboren und am 10. September 1898 im Alter von 60 Jahren in Genf ermordet. Eine Besichtigung des Schlosses dauert etwa 1,5 Stunden.

2.) Friedens-Stupa Zalaszántó

In dem Örtchen Zalaszanto bietet sich dem Reisenden ein Hauch von Fernost. Die Kuppe der etwa 30 Meter hohen, 24 Meter breiten und dabei recht ungewöhnlichen Erscheinung ist schon vom Ortseingang aus sichtbar. Folgt man dem Weg dorthin, so trifft man nach einiger Zeit auf dem 316 Meter hohen Berg über Zalaszanto auf die vergoldete, Sztupa genannte Statue eines Buddhas, die dessen Geist, aber auch dessen Weisheit, Mitgefühl und Liebe zu allen Menschen symbolisieren soll. Als Sinnbild für Frieden, Glück und Erleuchtung wurde dieses Monument am 17. Juni 1993 vom 14. Dalai Lama, Tenzin Gyatso, persönlich eingeweiht. Als größte Sztupa Europas ist sie als Sinnbild für den Weltfrieden gedacht. Im Innern des Bauwerks befinden sich die schriftlich verfassten Lehren Buddhas, dessen Reliquien und der 24 Meter hohe Lebensbaum. Die etwa 40 Millionen Forint teure Sztupa wurde auf Initiative des südkoreanischen Mönches Bop Jon und des Präsidenten der buddhistischen Friedens-Sztupa-Stiftung in Ungarn verwirklicht, wobei auch tibetische Mönche tatkräftig mithalfen.
Begibt man sich von der Sztupa aus weiter auf den Waldweg, so gelangt man nach kurzer Zeit an einen Ort, von dem man den gesamten Ort Zalaszanto mitsamt den dahinterliegenden Basaltbergen im Blick hat. Als weitere bauliche Sehenswürdigkeit thront nicht unweit von Zalaszanto die mächtige Burg Rezivar. Ein weiteres interessantes Ereignis ist das alljährlich stattfindende Weinfest mit seinem kleinen, humorvoll gestalteten Umzug, den man auf keinen Fall versäumen sollte.

3.) Budaer Burgviertel

Das knapp 800 Jahre alte Burgviertel in Budapest zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO und erstreckt sich rund um den Burgpalast und den Burgberg. Unter den gewaltigen Palastmauern, die teilweise noch aus dem Jahr 1242 stammen, befindet sich ein gewaltiges, legendäres Labyrinth das früher als Lagerstätte oder Versteck diente. Heute können Besucher sich tief unter der Erde alte Brunnenanlagen und Zeitzeugen ansehen. Im Palast selbst befinden sich Ausstellungen, Museen und Behörden. Den Zugang zum Burgenviertel bildet das Wiener Tor von dem aus die Tancsics Mihaly utca als älteste Straße durch das Viertel führt. Aus dem Jahr 1015 stammt die Matthiaskirche in der schon Krönungszeremonien drei bedeutender Könige stattfanden. Nördlich der Kirche schließt sich die Fischerbastei an. Hier genießen Besucher einen herrlichen Ausblick über die Donau und können die Statue vom Heiligen König Stephan bestaunen.
Zahlreiche Gassen, Straßen und Häuser wurden im barocken Stil errichtet und machen den Charme des Budaer Burgenviertels aus. Durch die Besetzung der Türken und später im zweiten Weltkrieg wurden große Teile der Burg und des Viertels zerstört, doch in liebevoller Kleinarbeit restaurierten die Budapester Bürger ihr Viertel und machten es so zum Weltkulturerbe. Wer heute durch die Gassen schreitet hat das Gefühl, in eine andere Zeit versetzt worden zu sein.

4.) Kettenbrücke in Budapest

Kettenbrücke in BudapestAls Bindeglied zwischen den ehemals eigenständigen Städten Buda und Pest ließ Graf Istvan Szechenyi den Brückenbaumeister William Tierney Clark einen Plan für eine Brücke über die Donau entwerfen. Adam Clark setzte diese Pläne schließlich in den Jahren 1839 bis 1849 in die Tat um. Grund für die lang gezogenen Bauarbeiten waren die schwierigen Bedingungen zur Materialbeschaffung, die Baustopps im Winter und die Freiheitskämpfe dieser Zeit. Doch im Jahr 1849 konnte die provisorische Schwimmbrücke, die nur in den Sommermonaten betrieben werden konnte, endgültig abgebaut werden und die Kettenbrücke wurde feierlich eröffnet. Sie reicht vom Adam-Clark-Platz bis hin zum Roosevelt Platz.
Die Kettenbrücke ist eine Hängebrückenkonstruktion, welche von zwei gewaltigen Pfeilern getragen wird. Im 2. Weltkrieg versuchten deutsche Truppen die Brücke zu sprengen. Sie wurde im Anschluss wieder aufgebaut und zur Jahrtausendwende aufwendig saniert. Anlässlich ihres 150. Geburtstags wurde die Brücke mit Lichtern geschmückt, die sie seitdem jede Nacht erstrahlen lassen. Die Kettenbrücke gilt als ein Wahrzeichen Budapests und lockt jährlich zahlreiche Touristen an.

5.) Haus des Terrors in Budapest

Adolf Feszty entwickelte 1880 die Pläne zum Bau des Hauses, welches in der Andrassy ut 60 zu finden ist. Es repräsentiert den Neorenaissancestil und hatte zunächst unterschiedliche Funktionen. 1937 ging das damals Haus der Loyalität heißende Gebäude in den Besitz der faschistischen Pfeilkreuzer über. Sie nutzten es bis 1944 als Parteisitz und Gefängnis. Im Folgejahr zog die kommunistische Staatssicherheit in das Haus des Terrors. Bis 1956 verhörten, folterten und töteten die Kommunisten Regimegegner in diesem Haus. Auf Drängen der Öffentlichkeit hin wurde das Gebäude zu einem Museum umgewandelt und im Februar 2002 feierlich eröffnet. Es bekam eine neue Fassade, die Innenräume wurden originalgetreu restauriert und eingerichtet. Zwei Dauerausstellungen erinnern mit Tonaufnahmen, Dokumentationsfilmen und Schriftstücken an die beiden Terrorregime der Vergangenheit. Zusätzlich zu den Dauerausstellungen wechseln sich thematisch passende Wanderausstellungen, wie zum Beispiel über George Orwell, ab. Das Museum steht Besuchern von Dienstags bis Sonntags offen. Längere Wartezeiten sind vor allem am Wochenende üblich.

6.) Metro in Budapest

Weltweit gilt das U-Bahnnetz von Budapest als das zweitälteste und wurde nach dem Vorbild der Londoner Untergrundbahn erbaut. In der Landessprache nennt sie sich Földalatti, wobei damit heute nur noch die älteste der Linien gemeint ist. Nachdem Anträge auf eine Straßenbahn von der Stadt Budapest abgelehnt wurden beschloss die Budapester Elektrische Straßenbahngesellschaft in Zusammenarbeit mit Siemens und Halske den Bau einer U-Bahn zu verwirklichen. Am 2. Mai 1896 wurde die erste Strecke der Linie M1 in Betrieb genommen. Auf fünf Kilometern verbindet die M1 die Innenstadt von Budapest mit dem Stadtwäldchen im Nordwesten. Insgesamt 11 traditionelle Bahnhöfe liegen an der Strecke. Sie wurden in den letzten Jahren aufwendig saniert. Die zweite Linie wurde ab 1950 gebaut und sollte den Osten mit dem Westen der Stadt verbinden. Zwanzig Jahre später wurde die elf Kilometer lange Strecke mit ebenfalls elf Bahnhöfen eröffnet. Die dritte Linie verläuft in Nord-Süd Richtung und wurde nur wenige Jahre nach der M2 fertiggestellt. Aktuell wird an einer vierten Linie gebaut und eine fünfte Strecke ist bereits in Planung.
Die Züge, die auf den insgesamt 33 Kilometern fahren wurden 2008 komplett erneuert. Das Angebot an Fahrkarten ist auf die Bedürfnisse der Stadtbewohner und Touristen gleichermaßen ausgerichtet. Günstige Monatskarten befördern die Budapester durch ihre Stadt. Touristen können Tages oder Drei-Tages-Karten erwerben und so günstig die Stadt besichtigen.

7.) Budapester Thermalbäder

Thermalbad in BudapestSeit Mitte des letzten Jahrhunderts wird Budapest auch Badestadt genannt. In 10 Heilbädern und 11 weiteren Bädern können Besucher der Stadt das Mineralstoffreiche Wasser genießen. Aus insgesamt 118 Quellen sprudeln täglich 30.000 Kubikmeter Wasser, dem eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben wird.
Ihre Freude am Baden entdeckten die Budapester Bürger während der Besetzung der Stadt durch die Türken. Diese bauten die ersten acht Thermalbäder in der Innenstadt. Auch nach ihrem Rückzug im 17. Jahrhundert blieben die Thermen in der Stadt bestehen und es kamen weitere hinzu. Inzwischen gilt Budapest als Kurstadt und die Bäder werden einerseits für Kurmaßnahmen, andererseits immer noch als soziale Treffpunkt für Einheimische genutzt.
Die wohl bekannteste Badeanstalt Budapests ist das 1918 eröffnete Gellert-Bad. Das schmucke Bauwerk beinhaltet das älteste Wellenbad der Welt, ein Sprudelbecken, Saunaanlagen, Schwimmmöglichkeiten für Kinder und ein breites Wellnessangebot. Strikte Geschlechtertrennung findet bis heute im Rudas-Bad statt. Nur nachts und an Wochenenden mischen sich bei speziellen Veranstaltungen die Geschlechter. In allen Bädern gilt Badekappenpflicht. Badekleidung wird allerdings meistens auf das nötigste reduziert oder ganz weggelassen.

8.) Margaretenbrücke in Budapest

Als längste Brücke des Landes ist die Margaretenbrücke Teil der neun Donaubrücken von Budapest. Sie blickt auf eine bewegte Vergangenheit im zweiten Weltkrieg zurück und trotzt dem Wandel der Zeit beharrlich. Der aus Frankreich stammende Ingenieur Emile Gouin lieferte die Baupläne und überwachte während der vier Jahre dauernden Bauphase zwischen 1872 und 1876 alle Arbeiten an der Brücke. Die Fertigstellung wurde mit einem großen Fest gefeiert. Die Brücke besteht aus zwei gleichen Teilen, die sich jeweils aus drei Segmentbögen zusammensetzen.
Doch schon wenige Jahre später, zur Jahrhundertwende, erfolgte der erste Umbau an der Margaretenbrücke. Ein Abzweig zur Margareteninsel wurde angebaut. In den 30er Jahren war sie dem Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen und wurde verbreitert. Während des zweiten Weltkriegs sprengten die Nazis die Margaretenbrücke in zwei Etappen komplett. Sie wurde 1948 nach einer umfangreichen Wiederaufbaumaßnahme erneut eröffnet. Eine erste Sanierung erfolgte in den 70er Jahren, aktuell ist die Margaretenbrücke bis voraussichtlich Ende 2010 wegen einer erneuten Sanierung gesperrt. Sie erstreckt sich auf einer Länge von 637 Meter und ist ab 2010 wieder für den Straßenverkehr geöffnet.

9.) Nationalpark Hortobágy

Als größte zusammenhängende Grasheide Europas verfügt der 82000 Hektar umfassende Nationalpark Hortobàgy über eine erstaunliche Vielfalt verschiedenster Tier- und Pflanzenarten. So leben in den unendlichen Weiten der Puzsta beispielsweise 342 Vogelarten, wovon 152 Arten hier auch nisten. Im Herbst liefert der alljährlich stattfindende Zug mehrerer zehntausend Kraniche Touristen und Einheimischen ein faszinierendes Schauspiel. Gerade der in den 70er Jahren erschaffene Tisza-Stausee bietet einer Fülle von Vogelarten ideale Lebensbedingungen. Neben dem Kranich als Wappentier des Nationalparkes begegnet der Besucher noch einer Reihe weiterer Tiere, die für das Bild der Puzsta prägend sind. So findet man neben den Hütepferden auch überall die typischen grau-weißen Langhornrinder, die ihrem Erscheinungsbild nach ein wenig an den urtümlichen Auerochsen erinnern. Zudem ist das Zackelschaf mit seinen auffallend gedrehten Hörnern stets allgegenwärtig, ebenso trifft man mit ein wenig Glück den Hausbüffel, die Bauernziege, das Mangaliza-Schwein oder das Noniuspferd. Als Tränke dienen den Tieren altertümlich anmutende Galgenbrunnen. Die schilfgedeckten Bauernhäuser sind für Hortobàgy ebenso charakteristisch wie die im Csàrda-Stil errichteten Gaststätten, in denen ungarische Hirtenkost und musikalische Unterhaltung geboten werden. Etwa alle 10-12 Kilometer trifft man auf eine solche Schenke.
Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die weißgekalkte, neunbogige Brücke über den Fluss Hortobàgy, die von den Einheimischen aufgrund ihrer Bögen „Neunlochbrücke“ genannt wird. Das auffallende Bauwerk dient der Straßenverbindung zwischen Budapest und Debrecen. Die 167 Meter lange Brücke wurde 1827 bis 1833 nach den Plänen von Ferenc Povlony erbaut und ist demnach fast einhundertachtzig Jahre alt. Gegenüber des Gasthauses an der alten Salzstraße befindet sich zudem ein Hirtenmuseum, sowie ein insbesondere bei Urlaubern sehr beliebter Korb- und Andenkenmarkt. Unweit davon liegt Màta. Das dort ansässige Hortobàgyer Gestüt ist immer einen Besuch wert.

10.) Abtei auf der Halbinsel Tihany

Die vom Balaton (Plattensee) umgebene Halbinsel Tihany kann auf eine mehr als 950-jährige Abteigeschichte zurückblicken. Die beiden im Jahre 1752 errichteten Türme der Abtei des Benediktinerordens gelten als das Sinnbild von Tihany. Neben der Abteikirche ist das Ordenshaus zu besichtigen, wobei die Unterkirche aus dem Jahre 1055 eine gut erhaltene, dreischiffige Hallenkrypta besitzt, die im romanischen Stil erbaut wurde und damit die einzige unversehrt gebliebene Begräbnisstätte aus der Àrpàdenzeit darstellt. In dieser Krypta ruhen noch immer die Gebeine des im Jahre 1060 verstorbenen Königs Andreas I. Als ganz besondere Attraktion gilt das bekannte „Tihanyer Echo“, das von den Wänden der Abtei widerhallt. Das Kloster und die Barockkirche wurden hingegen von 1719 bis 1760 erbaut. Besonders sehenswert ist die aufwändig gestaltete Einrichtung aus der Barockzeit. Im Innern des Klosters ist zudem die Galerie der Benediktinerabtei von Tihany angesiedelt, in der den Sommer über wechselnde Ausstellungen stattfinden. Das älteste Zeugnis menschlicher Besiedelung ist allerdings das Erdwallsystem mit seinem ovalen Grundriss aus der Früheisenzeit und dem späten Bronzezeitalter. Zudem befindet sich auf der Halbinsel die vermutlich einzige, erhaltene Einsiedlersiedlung im gesamten Karpatenbecken. Im Mittelalter gruben griechisch-orthodoxe Einsiedler mühsam ihre Behausungen, sowie eine Kapelle und den Speisesaal aus der östlich gelegenen Basalt-Tuff-Felswand heraus.

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